Ludwigshafen Spielfreude gleicht Feuerkraft aus

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Ludwigshafen. Mit 24:24 (12:11) haben sich die TSG Friesenheim und der SV 64 Zweibrücken im Spitzenspiel der Handball-Oberliga der männlichen B-Jugend getrennt. Damit verteidigten die Friesenheimer ihre Tabellenführung. Zweibrücken gewann zwar den direkten Vergleich, muss nun allerdings auf einen Ausrutscher der TSG hoffen.

Trotz des Punktverlustes in der Schlussphase strahlte TSG-Trainer Martin Röhrig: „Wir haben zumindest den einen Punkt an Vorsprung verteidigt.“ Ganz zufrieden war er trotzdem nicht: „Normalerweise müssen wir dieses Spiel gewinnen.“ Damit spielte er nicht nur auf den 24:21-Vorsprung, den seine Mannschaft drei Minuten vor dem Ende herausgearbeitet hatte, an, sondern vor allem auf die vergebene Chance zur Entscheidung. Dominik Lenz, der bis dahin eine überragende Partie abgeliefert hatte, setzte sich gegen die offene Deckung der Gäste durch, scheiterte mit seinem Wurf aber an SV-Torhüter Alexander Lehr. Stattdessen kamen die Gäste durch Marc-Robin Eisel 21 Sekunden vor dem Ende zum nicht mehr erhofften Ausgleich. Bis zur dramatischen Schlussphase war das Spiel der erwartete Abnutzungskampf. Dabei glänzten die Friesenheimer mit spielerischen Varianten im Angriff, während Zweibrücken mit Feuerkraft aus dem Rückraum dagegenhielt. Schwerstarbeit für die Abwehrreihen und die Torhüter Leon Hoblaj auf TSG-Seite, der es auf zehn Paraden brachte, und Alexander Lehr im SV-Tor, der seine Mannschaft mit zwölf gehaltenen Bällen im Spiel hielt. Damit blieb die erste Hälfte mit wechselnder Führung torarm und insgesamt ausgeglichen. Dominik Lenz erzielte eine Sekunde vor dem Pausenpfiff die 12:11-Führung für die Gastgeber – nicht mehr als eine Momentaufnahme. Das sollte sich im zweiten Durchgang ändern. Der in Abwehr und Angriff überzeugende Robin von Lauppert erzielte mit dem 16:14 (34.) die erste Zwei-Tore-Führung. Mit einem Doppelschlag vier Minuten später durch Lenz und Benedikt Bayer zum 19:16 schien das Pendel zu Gunsten der Gastgeber auszuschlagen. Schien, denn Tom Grieser, Niklas Bayer und Schwarzer per Gegenstoß schafften innerhalb von 80 Sekunden noch einmal den 20:20-Ausgleich. Es wirkte wie ein letztes Strohfeuer, denn nur eine Minute später hinkte Niklas Bayer verletzt auf die Bank, mit sechs Treffern bis dahin zweitbester Torschütze seiner Mannschaft. Und Friesenheim nutzte diese Schwächung zum scheinbar vorentscheidenden Zwischenspurt. Doch die dezimierten Gäste schlugen noch einmal zurück, erkämpften sich ein letztlich verdientes Unentschieden, das freilich dem Tabellenführer aus Friesenheim mehr nutzt.

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