Ludwigshafen Spielabbruch nach schwerer Verletzung
«Fussgönheim.» Schock in Fußgönheim: Die Verbandsliga-Partie zwischen dem ASV und der SG Rieschweiler wurde gestern beim Stande von 1:0 für die Gastgeber vorzeitig abgebrochen. Ein Spieler der SG Riescheiler hatte sich schwer verletzt. Das Sportgericht muss nun entscheiden, ob die Begegnung nachgeholt wird.
Der geschockte Kevin Takpara mochte gar nicht hinschauen, wie sein Rieschweilerer Gegenspieler Dylan Sodji mit verdrehtem Fußgelenk auf dem Rasen lag. Es war ein normaler Zweikampf, bei dem der Fußgönheimer Verteidiger den Ball eroberte. Die Folgen waren umso schlimmer: Sodji musste noch auf dem Rasen vom Notarzt versorgt werden und mit dem Rettungsfahrzeug in die Klinik gebracht werden. Er hat sich wohl das rechte Sprunggelenk gebrochen. Das Unglück ereignete sich nach 28 Spielminuten beim Stand von 1:0 für den ASV. Der flinke Ronald Kesselring hatte nach tollem Pass des starken Arbenit Hoti die Führung erzielt (20.). Nach halbstündiger Unterbrechung lehnte es Rieschweiler ab, wieder anzutreten. „Wir alle sind geschockt und sehen uns nicht in der Lage, das Spiel fortzuführen“, sagte Trainer Björn Hüther. Bei allem Verständnis für die Situation wollten die Fußgönheimer dagegen weiterspielen. Denn: Sie waren in Überzahl, da schon nach acht Minuten SG-Verteidiger Christoph Stemmler nach einer Notbremse an Julien Jubin die Rote Karte sah. „Für Dylan Sodji tut es mir natürlich sehr leid, aber wir steuerten einem Sieg zu“, war ASV-Trainer Fisnik Myftari mit dem Spielabbruch und dem damit vereitelten Vorteil nicht ganz einverstanden. Auch Niclas Loch, Fußgönheims Kapitän, plädierte für eine Fortsetzung: „Natürlich geht die Gesundheit vor. Aber Verletzungen passieren im Fußball. Wir wünschen dem verletzten Spieler alles Gute.“ „Das Sportgericht wird über Wertung oder Neuansetzung entscheiden“, sagte Werner Föckler, langjähriger Bundesligaschiedsrichter und gestern offizieller Beobachter.