Fußball Spiel des Tages: Arminia-Reserve im Abstiegsduell gegen DJK Eppstein

Mit der DJK Eppstein Gast in Ludwigshafen: Trainer Stephan Krön.
Mit der DJK Eppstein Gast in Ludwigshafen: Trainer Stephan Krön.

Ein Duell zweier Kellerkinder steht in der in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz an. Dabei trifft eine blutjunge Mannschaft auf eine selbsternannte „Wundertüte“.

Im Zeichen des Abstiegskampfes steht das Spiel zwischen dem FC Arminia Ludwigshafen II und der DJK Eppstein (Sonntag, 15 Uhr). „Klar, für uns ist das ein Endspiel. Wir haben sechs Zähler Rückstand auf die DJK und müssen gewinnen, wenn wir in der Liga bleiben wollen. Auch wenn die Anzahl der Absteiger ungewiss ist“, redet Arminia-Coach Marco Dybowski nicht um den heißen Brei herum. Ein großes Problem sei die mangelnde Erfahrung der blutjungen Mannschaft, die schon häufiger ein Durchschnittsalter von unter 21 Jahren aufgewiesen habe. Deshalb seien die Routiniers Lennart Goeller und Frank Wieschalla zum Einsatz gekommen. Akteure aus dem Oberligakader hätten ebenfalls geholfen.

Die Mannschaft spiele aktuell einen anderen, besseren Fußball als im Herbst. „Allerdings bekommen wir weiter viel zu leichte Gegentore, weshalb der verdiente Lohn ausbleibt“, hat der 47-jährige Dybowski erkannt. Unabhängig von der Liga hat der Trainer schon für die kommende Spielzeit zugesagt. Das Team wirke aktuell gefestigter und habe körperliche Rückstände aufgeholt. „Ich bevorzuge einen spielerischen Ansatz, will, dass die Mannschaft mutig auftritt“, betont der Übungsleiter. Nur so sei es möglich, den einen oder anderen Kontrahenten in der Tabelle zu überholen.

Training auf Kunstrasen

Marco Dybowski hat als junger Mann selbst für die Arminia gespielt, musste aber früh aufhören, weil die lädierte Kniescheibe Fußball nicht mehr zuließ. Über die Trainerstationen SV Schauernheim und LSC-B-Junioren, als er gemeinsam mit Chefcoach Marco Ehrenberg das Regionalligateam trainierte, kam er zur Arminia zurück. Er hörte dort vor 14 Jahren auf, als seine Tochter geboren wurde. Im Sommer folgte die Rückkehr als Coach des Reserveteams. „Das war ein Gänsehautmoment, als ich das erste Mal wieder das Gelände betrat“, berichtet der Trainer. Auf dem Kunstrasen trainieren zu können, sei Luxus.

Die DJK Eppstein, die in der Rückrunde sechs von sieben Partien verlor, verpasste es am vorigen Sonntag mit der 2:3-Heimniederlage gegen Vatanspor Frankenthal einen Bonuspunkt. „Es war eine von beiden Teams offen geführte Partie, die erst in der 90. Minute mit einem Foulelfmeter für die Gäste entschieden wurde“, blickt Trainer Stephan Krön zurück. Im letzten Drittel sei seine Mannschaft zu hektisch gewesen, habe trotz eines Chancenplus’ den Kürzeren gezogen, weil Vatanspor effektiv und konsequent agiert habe. Vier Torchancen hätte Frankenthal in drei Treffer umgemünzt.

„Eine Wundertüte“

Der 37-jährige Übungsleiter räumt allerdings ein, dass es kein gutes A-Klasse-Spiel gewesen sei, wofür es Gründe gebe. „Bei uns gibt es zu viele Spieler, denen der Biss fehlt, die für den Abstiegskampf nicht gerade prädestiniert sind“, verdeutlicht Krön. Die gegen Vatanspor eingesetzten Akteure hätten allerdings gekämpft und waren nahe am Punktgewinn. Ein Manko: Der Trainingsbesuch hat nachgelassen. Wer im Training ist, der spielt auch, es seien aber auch schon Einheiten mangels genügend Teilnehmer ausgefallen. „Wir sind eine Wundertüte“, erklärt der Coach. Etwas mehr Engagement sei wünschenswert.

„Ich werde zu 100 Prozent alles tun, um den Abstieg zu verhindern, und wenn alle in den letzten sechs, sieben Wochen an einem Strang ziehen, dann wird uns das auch gelingen“, ist Krön sicher. Schon seit Anfang Februar steht fest, dass der Coach zur nächsten Saison das Traineramt beim Ligarivalen SV Weisenheim übernehmen wird. Ihm werden einige Spieler aus seiner bisherigen Mannschaft folgen: Adrian Markotic etwa oder die beiden Außenverteidiger Daniel Schmidt und Maik Krön, sein Cousin. Ebenso Baran Tunc und Chitsanuphong Dumpetch.

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