Ludwigshafen Spargel, Kommunion, Fußballplatz
DANNSTADT-SCHAUERNHEIM. Einen großen Schritt in Richtung Ligaver-bleib hat in der Fußball-A-Klasse Nord der SV Schauernheim mit dem 4:1-Sieg gegen den TuS Dirmstein gemacht. Der Vorsprung auf den Vorletzten SG Leiningerland beträgt jetzt sieben Punkte. Und mit großer Wahrscheinlichkeit steigen maximal zwei Mannschaft in die B-Klasse ab. „Das war eine richtig gute Leistung von uns. Jeder hat gekämpft, das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich der 44 Jahre alte Trainer Frank Mangold. Der Routinier wollte gar nicht auflaufen, sei aber von Co-Trainer Stephen Schulz gebeten worden, das Trikot überzustreifen. Trotz seines Alters ist Linksfuß Mangold als ordnende Hand im Mittelfeld immer noch wichtig. Welch hohe Hürden es im Amateurfußball mitunter zu überwinden gilt, belegt das Beispiel Frank Mangold. Der Coach ist beim Pfalzmarkt in Mutterstadt beschäftigt. Da werden derzeit wegen der Spargelernte Sonderschichten gefahren. So begann Mangolds Arbeitstag am Sonntag um 7 Uhr. Um 11.30 Uhr ging es zum Umziehen nach Hause, denn in Oggersheim ging der Sohn seiner Schwägerin zur Erstkommunion. Viel Zeit zum Feiern mit der Familie blieb dem Fußballer nicht, denn um 14.30 Uhr wurde die Partie gegen Dirmstein angepfiffen. Mit Mangold auf dem Feld. Dabei erzielte der spielende Coach das vorentscheidende 2:0 mit einem Lupfer über den Dirmsteiner Torhüter Michael Zoll. Der ist ein paar Monate jünger als Mangold und hatte vor der Partie noch geflachst, er sei endlich mal nicht der älteste Spieler auf dem Feld. „Ich kenne Michael seit vielen Jahren und wir verstehen uns gut. Das Tor nimmt er mir nicht übel“, ist sich Mangold sicher. Da er und sein Co-Trainer Schulz auf dem Platz standen, übernahm AH-Kollege Mustafa Celikkannat das Coachen an der Seitenlinie. Nach 70 Minuten war das Spiel für Mangold beendet, nicht aber der Arbeitstag. Nach dem Duschen ging es noch einmal in den Pfalzmarkt – der Spargel wegen. „Am Montagmorgen habe ich beim Aufstehen einen Kran gebraucht“, scherzt der Trainer. Ende Mai ist für Mangold Schluss, dann übergibt er die Mannschaft an seinen Nachfolger Jürgen Held. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass Jürgen ein A-Klasse-Team übernimmt“, sagt der Trainer. Am Sonntag gastieren die Schauernheimer bei der SG Leiningerland. Gewinnt der SVS, dann dürfte der Ligaverbleib in trockenen Tüchern sein. Frank Mangold wird dem Verein aber erhalten bleiben, er geht in den Spielausschuss. Einen wie ihn, der mit so viel Einsatz und Leidenschaft für den SVS tätig ist, kann der Verein immer brauchen. (thl)