Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Spannendes Oberligaderby zwischen Arminia und Dudenhofen

Risikoreiche Klärungsaktion: Dudenhofens Schlussmann Malcolm Little grätscht Ludwigshafens Steffen Straub in die Parade, spielt
Risikoreiche Klärungsaktion: Dudenhofens Schlussmann Malcolm Little grätscht Ludwigshafens Steffen Straub in die Parade, spielt aber den Ball.

Zwei völlig verschiedene Halbzeiten, neun Gelbe Karten und ein Platzverweis – das Oberligaderby zwischen Arminia Ludwigshafen und dem FV Dudenhofen hatte einiges zu bieten.

Es lief die 43. Minute, gerade hatte Dudenhofens Yannik Albrecht seinen ehemaligen Kollegen Steffen Straub von den Beinen geholt, als zum ersten Mal die Emotionen auf dem Spielfeld aufloderten. „Endlich Derbycharakter“, kommentierte ein Zuschauer das Geschehen auf dem Rasen, das mit einer Gelben Karte für Albrecht weiterging.

Aber bereits zuvor war einiges unter dem Flutlicht des Südweststadions vor 271 Zuschauern geschehen. Die Arminia hatte offensichtlich den besseren Start erwischt. Laurenz Graf hatte den ersten gefährlichen Torabschluss für die Gastgeber, der aber gerade noch geblockt wurde (8.). Nur zwei Minuten später verfehlte Sebastian Lindner das Tor der Gäste knapp. Arminia-Kapitän Marco Pantano nahm einen Ball mit der Brust an, sein Abschluss war aber keine Gefahr (16.). Als Matteo Monetta den Ball in den Strafraum zu Bastian Hommrich lupfte, stand dieser plötzlich frei vor Dudenhofens Schlussmann Malcolm Little, brachte aber den Ball nicht am Schlussmann vorbei (18.). Dann kombinierte der FV Dudenhofen: Das Spielgerät lief über FVD-Kapitän Marvin Sprengling und Michael Bittner zum zentral freien Jannik Styblo, aber der ehemalige Armine setzte den flachen Schuss knapp neben den rechten Pfosten (18.). Pantano war dann in seinem 200. Oberligaspiel Ausgangsstation für die Führung der Gastgeber. Seinen harten Schuss wehrte Little zu kurz zur Seite ab, sodass Hommrich zum 1:0 abstauben konnte (26.).

Spiel steht Kopf

Nach dem Seitenwechsel wechselten die Gäste gleich zweimal und drückten auf den Ausgleich. Es entwickelte sich ein völlig anderes Spiel. Wo vorher der FV Arminia Ludwigshafen dominiert hatte, kamen jetzt die Gäste auf. Styblo war gleich zweimal beteiligt: Erst verfehlte er das Arminia-Tor knapp (83.), dann war er aber frei vor Schneider und überlupfte den Schlussmann zum inzwischen verdienten 1:1 (66.). Und von der Arminia kam nichts mehr. Stattdessen war der FV Dudenhofen am Drücker: Der eingewechselte Kennet Hanner Lopez tauchte nach einem schönen Pass frei vor dem Tor auf und versenkte diesen unhaltbar zum 1:2 (69.). Arminia-Trainer Andreas Brill antwortete mit einem Dreifachwechsel (71.). Er musste aber machtlos zusehen, wie Lukas Kebernik Jannik Styblo im Strafraum umrannte, die Folge war ein Strafstoß. Diesen verwandelte Sven Hoffmann sicher zum 1:3 (78.), Schneider flog ins falsche Eck. Frustriert attackierte dieser etwas später einen Gegenspieler nach einem Foul und sah glatt Rot. (61.). Damit war der Abend für die Gastgeber gelaufen.

„Ich habe keine Erklärung für die zweite Halbzeit“, rang ein ratloser Brill nach Worten. Der Arminia-Trainer bezeichnete das Spiel seiner Elf als „ideenlos“. Sein Gegenüber Kevin Hoffmann kritisierte den Auftritt des FV Dudenhofen in der ersten Hälfte: „Das war die schlechteste Halbzeit der Saison.“ Umso mehr freute er sich, dass sein „Wachrütteln“ in der Pause Früchte getragen hatte.

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