Ludwigshafen Sicherheitslage in LU „eskaliert“ nicht: Polizei widerspricht Darstellung eines Online-Mediums

Die Aufklärungsquote bei Rohheitsdelikten sei seit Jahren hoch, so das Präsidium.
Die Aufklärungsquote bei Rohheitsdelikten sei seit Jahren hoch, so das Präsidium.

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz reagiert auf die Berichterstattung eines lokalen Online-Mediums und widerspricht der dort getroffenen Aussage, dass die Sicherheitslage in Ludwigshafen „eskaliert“. Die Darstellung sei weder faktenbasiert noch entspreche sie journalistischen Kriterien, sagte ein Präsidiumssprecher auf Anfrage. Dem Präsidium sei keine Gelegenheit eingeräumt worden, sich dazu zu äußern.

Dem Präsidium zufolge ist Ludwigshafen seit Jahren die zweitsicherste Stadt unter den Oberzentren in Rheinland-Pfalz. In der Gesamtschau werde die objektive Sicherheitslage als „gut“ eingestuft. Den größten Anteil erfasster Straftaten nehmen demnach Vermögens- und Fälschungsdelikte mit rund einem Drittel aller erfassten Straftaten ein. Diese Straftaten fänden nicht im öffentlichen Raum statt und wirkten sich daher nicht unmittelbar auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung aus.

Seit Jahren hohe Aufklärungsquote

Rohheitsdelikte (Raub, Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Nötigung, Bedrohung) könnten das Sicherheitsgefühl der Bürger einerseits stark beeinträchtigen. Andererseits sei hier die Aufklärungsquote seit Jahren sehr hoch. Im Laufe der Vorjahre sei in über 85 Prozent aller Fälle ein Tatverdächtiger ermittelt worden. Gerade bei Delikten, die maßgeblich das Sicherheitsempfinden beeinflussten, seien die angezeigten Straftaten rückläufig, betont das Präsidium.

Die registrierten Straftaten hätten sich von rund 400 im Jahr 2011 auf rund 200 (2024) halbiert. Körperverletzungsdelikte seien von einem Höchststand im Jahr 2011 (rund 190 Fälle) seit 2019 um rund die Hälfte auf konstant etwa 100 Fälle pro Jahr zurückgegangen. Auch die Kriminalitätsentwicklung in vermeintlichen Problembezirken wie Nord/Hemshof sei seit Jahren rückläufig und von rund 2200 Straftaten im Jahr 2016 auf etwa 1900 im Jahr 2024 gesunken. Die Gewaltkriminalität sinke nach dem Höchststand im Jahr 2021 mit rund 130 Fällen voraussichtlich auf etwa 100 Fälle, so das Präsidium.

x