Ludwigshafen Shootingstars aus Bogotá

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Sie sind eine der hippsten Bands aus Südamerika und gerade dabei, Europa zu erobern. Monsieur Periné entstammen der jungen Musikszene von Kolumbiens umtriebiger Hauptstadt Bogotá. Die junge Band mit der Sängerin Catalina Garcia brachte mit ihren tanzbaren Songs die Mannheimer Alte Feuerwache zum Kochen.

Seit das Debütalbum „Hecho a Mano“ 2012 erschienen ist, überschlagen sich die Erfolge. Schnell waren sie in den Singlecharts, wurden Artist of the Week bei MTV und zu Shootingstars in Radio und Internet. Die jungen Musiker haben nicht nur großes Talent, sie haben auch einen eigenen Musikstil begründet, den Suin a la Columbiana. Dieser basiert auf den flotten Rhythmen des Swing Manouche, dazu kommen Latinstile wie Cumbia, Son, Rumba und Bolero. In Kolumbien kommen viel Kulturen zusammen, indianische und afrikanische ebenso wie spanische. Und ähnlich vielfältig ist auch die Musik dieser Band. Entscheidend aber ist die Sängerin Catalina Garcia. Neben viel Charme verfügt sie über eine unverwechselbare Stimme. Kokette Leichtigkeit und süße Verführungskunst vereint sie ganz hinreißend mit ihrer Pralinenstimme. Und das leichte Tempo-Verschleppen gibt dem Ganzen eine Prise Laszivität. Die Band bringt tropische Lebenslust in diese wunderbaren Songs, es ist eine hinreißende Musik voller Eleganz und Leichtigkeit. Alle Bandmitglieder sind exzellente Musiker. Sie lassen abwechselnd die Klarinette lustvoll dudeln und jubeln, spielen Trompete oder Flöte. Zwei Gitarristen lassen den Swing Manouche im Stile eines Django Reinhardt aufleben, wirbeln erregende Soli übers Griffbrett oder geben ihren Charango-Gitarren einen Latin-Charme. Gleich zwei Schlagzeuger machen Dampf mit erregenden Rhythmen. Bei den flotten Beats des Elektroswing tanzt der Bär und die begeisterten Fans sowieso. Catalina Garcia ist ein Energiebündel und wird schon mal mit der französischen Nouvelle-Chanson-Sängerin Zaz verglichen. Auf Spanisch und Französisch singt sie die frischen und frechen Lieder, die live dargeboten schon mal ekstatisch werden können. Das Flair des Paris der 1930er Jahre ist hier mit der Vitalität des Bogotá von heute verbunden. Mächtig geht dann die Post ab, wenn Catalina Garcia ihren bunten südamerikanischen Folklorerock rafft, im Takt der Musik schwenkt und ausgelassen über die Bühne wirbelt. Klar, dass sie irgendwann auch eine kolumbianische Fahne hervorholt und sich darin einhüllt. Bei solch toller WM-Leistung und solch klasse Musik kann man mit Recht stolz auf die Heimat sein.

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