Ludwigshafen Schulkinder gegen Geländewagen

Rein in die Familienkutsche.
Rein in die Familienkutsche.

Bald ist es wieder soweit: Wenn die Polizei den Schulweg der Schulanfänger nicht mehr beobachtet und schützt, wie am Anfang eines neuen Schuljahres, herrscht wieder Chaos auf der Straße vor der Luitpoldschule in Friesenheim – und an vielen anderen Grundschulen in Ludwigshafen ebenso. Dann sieht man sie wieder, die breite Palette verschiedener Kraftfahrzeuge: die kleinen Autos, die großen Familienkutschen und etliche Geländewagen. Letztere sind nämlich unverzichtbar, um den Nachwuchs sicher zur Schule zu bringen. Schließlich könnte sich auf dem Weg durch Ludwigshafen irgendwo ein Schlammloch auftun oder ein Baumstamm die Straße blockieren. Und bei den hochsommerlichen Temperaturen schmilzt ja schließlich auch der Asphalt. Eltern müssen im Großstadtdschungel auf alles vorbereitet sein. Auf alle Fälle darf der Nachwuchs erst direkt vor der Schultür aussteigen. Schließlich birgt die Nutzung eines abgelegenen Parkplatzes neue Gefahren, denn dann müsste das arme Kind ein paar Schritte laufen. Für alle anderen Kinder, die ihren Schulweg ganz allein bewältigen, wird es dadurch indes knifflig. Denn wie soll ein Grundschüler eine Straße überblicken, auf der kurz vor Unterrichtsbeginn unzählige große Autos mitten auf der Fahrbahn stoppen? Wann kann Kind dann gefahrlos auf die andere Straßenseite wechseln? Um die Mittagszeit wiederholt sich dann das interessante Spektakel – nur umgekehrt. Unzählige Autos warten mitten auf der Straße direkt vor der Schule darauf, dass Schulkinder aus der Grundschule stürmen und bequem einsteigen können. Und wieder sind da auch viele andere Mädchen und Jungen, die mutig ganz alleine das Projekt „Wie überquere ich sicher eine vollgeparkte Straße?“ angehen.

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