Ludwigshafen Schüler schlagen schnelle Bälle
Dannstadt-Schauernheim. Viele schnelle Ballwechsel gingen am Sonntag bei den Mini-Meisterschaften des Vereins der Tischtennisfreunde Dannstadt-Schauernheim (TTF) über die Netze. Zehn Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren kämpften um den Sieg. Auch Anfänger waren willkommen, denn der Verein nutzt die Meisterschaft gerne zur Nachwuchswerbung.
Klack, klack, klack. Das typische Geräusch der Tischtennisbälle erfüllt die Turnhalle der Kurpfalzschule bei den Mini-Meisterschaften am Sonntag. Das ist auch fast das einzige Geräusch, denn die zehn Mädchen und Jungen spielen sehr konzentriert. Julian Zink (9) hat gerade ein Spiel gewonnen. „Leider habe ich schon einmal verloren“, bedauert er und kann sich deshalb zunächst nicht richtig über den Erfolg freuen. Trotz der ersten Niederlage reicht es am Ende für den Sieg in seiner Altersgruppe. Er habe seine Leidenschaft für Tischtennis erst im vergangenen Sommer entdeckt und sich dann für den Tischtennisverein entschieden, erzählt seine Mutter Dagmar. Zu Hause übt er im Sommer auf einer Tischtennisplatte. Im Winter ersetzt die Kinderzimmertür den Spielpartner. „So hat er Ballgefühl bekommen und ist gut geworden“, sagt seine Mutter. In die Schule nimmt Julian Schläger und Bälle mit und spielt in den Pausen. „Er versucht immer wieder, Mitschüler für den Verein zu begeistern. Aber viele sind schon in anderen Vereinen.“ Neue Mitglieder zu gewinnen, ist das Ziel der Mini-Meisterschaften, die schon seit über 30 Jahren ausgerichtet werden, sagt Matthias Magin, der bis 2015 die Mini-Meisterschaften auf Ortsebene organisiert hat. Dieses Jahr macht das der Vereinsnachwuchs, der nicht nur Essen und Trinken verkauft, sondern auch als Schiedsrichter fungiert. Zehn Kinder haben sich angemeldet. „Wir würden uns zwar über mehr freuen, aber das ist schon mal Werbung für uns.“ Die besten Spieler der Mini-Meisterschaften können sich über Orts-, Kreis- und Bezirksentscheide für die Endrunden der Landesverbände qualifizieren. Wer zehn Jahre alt ist oder jünger, dem winkt sogar über verschiedene Qualifikationsstufen die Teilnahme am Bundesfinale 2016. In Sachen Mitgliederwerbung ist der Verein vielseitig aktiv: In der Schule bietet er eine Tischtennis-AG an, betreut eine Inklusionsgruppe für Menschen mit Handicap und bietet seit diesem Jahr einmal in der Woche Training für Flüchtlinge an. Jungs finden den Sport attraktiver als Mädchen, hat Jugendleiterin Sommer Nguyen beobachtet. „Die meisten Mädchen möchten Spaß haben, der Ehrgeiz ist nicht so ausgeprägt wie bei den Jungen.“ Ihr gefällt, dass Tischtennis ein kommunikativer Sport ist und körperlichen Voraussetzungen keine Rolle spielen. „Man hat immer eine Chance gegen den Gegner. Und man bewegt sich viel“, sagt Sommer Nguyen. (udn) Ergebnisse Altersklasse 11-/12-jährige Jungen: 1. Steven Bast Altersklasse 9-/10-jährige Jungen: 1. Julian Zink 2. Manuel Szubarczyk 3. Dominik Winzig Altersklasse 9-/10-jährige Mädchen: 1. Emma Birzer 2. Helena Weil