Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Sanierung der „Blitzerstrecke“ nahe der BASF: Riskantes Manöver

Die Sanierung von L523 und B9 ist den Planern zufolge alternativlos und soll in den ersten vier Wochen der Sommerferien umgesetz
Die Sanierung von L523 und B9 ist den Planern zufolge alternativlos und soll in den ersten vier Wochen der Sommerferien umgesetzt werden.

Mit der kurzfristigen Sanierung von L523 und B9 gehen die Verantwortlichen voll ins Risiko.

Keine Frage: Wenn auf stark frequentierten Straßen tiefe Schlaglöcher das Leben von Menschen gefährden, muss schnell gehandelt werden: Ein Tempolimit war der erste (drastische) Schritt, die Sanierung ist der (folgerichtig) zweite. Binnen vier Wochen sollen die Fahrbahnen erneuert sein. Das ist sportlich, zumal noch ausgeschrieben werden muss. Noch sportlicher und sehr riskant ist der minimale Puffer bis zur Sperrung des Nordbrückenkopfs der Kurt-Schumacher-Brücke. Nur eine Woche Reserve im komplexen Straßenbau – mit Ausschreibungs- und Wetterrisiken, Material- und Personalknappheit – birgt Dominoeffekte. Verzögert sich ein Gewerk, droht der Kollaps an anderer Stelle. Entweder haben die Planer gute Nerven oder sie unterschätzen die Konsequenzen ihrer knappen Kalkulation. Letzteres wäre fatal.

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