Meinung
Sanierung der „Blitzerstrecke“ nahe der BASF: Riskantes Manöver
Keine Frage: Wenn auf stark frequentierten Straßen tiefe Schlaglöcher das Leben von Menschen gefährden, muss schnell gehandelt werden: Ein Tempolimit war der erste (drastische) Schritt, die Sanierung ist der (folgerichtig) zweite. Binnen vier Wochen sollen die Fahrbahnen erneuert sein. Das ist sportlich, zumal noch ausgeschrieben werden muss. Noch sportlicher und sehr riskant ist der minimale Puffer bis zur Sperrung des Nordbrückenkopfs der Kurt-Schumacher-Brücke. Nur eine Woche Reserve im komplexen Straßenbau – mit Ausschreibungs- und Wetterrisiken, Material- und Personalknappheit – birgt Dominoeffekte. Verzögert sich ein Gewerk, droht der Kollaps an anderer Stelle. Entweder haben die Planer gute Nerven oder sie unterschätzen die Konsequenzen ihrer knappen Kalkulation. Letzteres wäre fatal.
