Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Ruchheim: Ortsbeirat fordert mehr Sicherheit und Leitplanken an der L 525

Unfallschwerpunkt L 525 zwischen Ruchheim und Fußgönheim.
Unfallschwerpunkt L 525 zwischen Ruchheim und Fußgönheim.

Die Ruchheimer Kerwe wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das hat Ortsvorsteher Dennis Schmidt (CDU) am Montag mitgeteilt. Unter anderem die Sicherheit an der L 525 sowie illegaler Müll waren die bestimmenden Themen in der Sitzung des Ortsbeirats.

In seiner Antwort auf einen SPD-Antrag in der Juni-Sitzung mit Kritik an der mangelnden Verkehrssicherheit auf der L 525 nach Fußgönheim, teilte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit, dass nach den tödlichen Unfällen auf der Strecke zusätzliche Leitpfosten in der Kurve installiert und weitere Schilder mit dem Hinweis auf die Höchstgeschwindigkeit 70 Stundenkilometer aufgestellt worden seien. Eine Häufung von Unfällen sei hier nicht zu erkennen, weitere Maßnahmen seien nicht geplant.

„Damit sind wir unzufrieden. Leitplanken wären dringend notwendig. Es ist eine gefährliche Stelle, die dringend entschärft werden muss“, meinte SPD-Sprecher Michael Hwasta. Er werde das Problem mitnehmen und mit der Verbandsgemeinde sprechen, sicherte Ortsvorsteher Schmidt zu.

Probleme am Netto-Markt

Bürgerbeschwerden über wahllos an Straßen abgestellten Sperrmüll, der tagelang liegen bleibe, brachten die Grünen mit. Auf dem Parkplatz des Netto-Supermarkts herrschten unhaltbare Zustände, sagte Fraktionssprecherin Jutta Kreiselmaier-Schricker und forderte Gegenmaßnahmen. Die Missstände bei Netto waren bereits in der Juni-Sitzung Thema gewesen. Die Filialleiterin habe ihm daraufhin versprochen, eine weitere Putzfrau einzustellen und die Mülleimer öfter leeren zu lassen, berichtete der Ortsvorsteher.

Nur 47 Müll-Meldungen aus Ruchheim

In ihrer Antwort machte die Verwaltung klar, dass sie für das Privatgrundstück nicht zuständig sei. Von 2766 eingegangenen Müll-Meldungen im Jahr 2020 stammten nur 47 aus Ruchheim. Ein Müllproblem werde nicht gesehen. „Auf dem Netto-Parkplatz ist seit Juni nichts passiert. Anwohner haben Ratten beobachtet, weil der Mülleimer überquillt“, ärgerte sich Kreiselmaier-Schricker. „Ich werde noch mal mit der Filialleiterin reden“, versprach Schmidt.

„Provisorium mit Minimalstandard“

Zum neuen Fußweg am Sportplatz hatte es ebenfalls schon in der letzten Sitzung Anfragen (SPD/CDU) gegeben. Der unbeschilderte Weg werde von Fußgängern und Radlern genutzt. Um Unfälle zu vermeiden, solle der Weg ausgebaut und beleuchtet werden, so die Forderung. Wie Frank Neuschwander, Abteilungsleiter für Straßenbau, sagte, handele es sich bei der Straße nur um eine „Baustraße“. Weil Platz fehle, sei bis zum angrenzenden Privatgelände nur eine Wegbreite von 1,50 Metern möglich gewesen. „Der Weg ist ein Provisorium mit Minimalstandard, weil die Planung der Ortsrandstraßen noch kommen soll“, verwies Neuschwander auf das Gebot der Sparsamkeit. Eine Beschilderung als Fußweg werde geprüft.

Weil wegen der Sperrung der Auffahrt auf die A 650 nach Bad Dürkheim längere Umwege nötig sind, erkundigte sich die CDU nach dem Stand der Reparaturarbeiten. Wie die Stadt antwortete, habe der LBM mitgeteilt, dass es durch größere Schäden als erwartet und coronabedingte Lieferengpässe zu Verzögerungen gekommen sei.

Keine Akuthilfe für Bäume

Zum Grünen-Antrag für eine Akuthilfe für Bäume wegen der Trockenheit teilte die Stadt mit, der zu sehende Blattabwurf bedeute lediglich eine Schutzmaßnahme der Bäume gegen zu viel Verdunstung. Diese könnten im Frühjahr neu austreiben. Eine einmal wöchentliche Bewässerung der 608 Ruchheimer Straßenbäume würde pro Jahr 71.000 Euro kosten.

Bei der Friedhofsentwicklung müssen sich die Ruchheimer gedulden. Gutachten und Planungen liegen laut Verwaltung erst 2021 vor.

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