Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Rheingönheim: Bürgerinitiative will gegen weitere Neubaugebiete kämpfen

Die Bürgerinitiative meint, dass der südliche Stadtteil mit Blick auf die Neubaugebiete „Im Neubruch“ und „Im Sommerfeld“ seine
Die Bürgerinitiative meint, dass der südliche Stadtteil mit Blick auf die Neubaugebiete »Im Neubruch« und »Im Sommerfeld« seine Belastungsgrenze erreicht habe.

Aus der Diskussion über Neubaugebiete in Rheingönheim ist die Bürgerinitiative „Unser Süden muss grün bleiben“ entstanden. Die Pläne der Stadtverwaltung, bald ein Neubaugebiet „Im Kappes“ zu erschließen, stoßen damit auf immer mehr Widerstand.

„Keine Politik gegen die Rheingönheimer Bürgerinnen und Bürger“, formuliert die Bürgerinitiative um die Sprecher Andreas Mattern und Simone Trynczer in einer Pressemitteilung vom Dienstag ihren Standpunkt. Es sei inakzeptabel, dass die Stadt Ludwigshafen an ihren Plänen für ein neues Baugebiet festhalte, obwohl der Ortsbeirat des südlichen Stadtteils diesem Vorhaben bereits eine Absage erteilt habe. „Wir fragen uns, wozu gibt es einen Ortsbeirat und eine Abstimmung über die Pläne der Stadtspitze?“

Auch wenn der Ortsbeirat rechtlich betrachtet nur einen beratenden Charakter habe, sollte die Entscheidung akzeptiert werden, selbst wenn diese der Stadtspitze oder einzelnen Parteien nicht gefalle, fordert die Initiative.

Abendspaziergang mit 100 Teilnehmern

Anlass für die Gründung der Bürgerinitiative war nach Angaben von Mattern und Trynczer ein Abendspaziergang unter dem Motto „Lasst der Stadt ein Licht aufgehen“ rund um die vorgesehenen Bauflächen mit mehr als 100 Menschen am 18. Juli. Es geht – wie berichtet – um das Gebiet „Im Kappes“ und die Areale „Obere Weide“ und südlich des Altholzweges. Alle diese Flächen seien Gegenstand der Ortsbeiratssitzung Ende Januar gewesen. Aus der Gruppe der Spaziergänger habe sich anschließend die Bürgerinitiative „Unser Süden muss grün bleiben“ gebildet.

Die Initiative bezeichnet sich als eine überparteiliche Gruppierung aller Bürger, die an einem lebenswerten Rheingönheim interessiert sei. Einziges Ziel der Gruppe ist es laut Mattern und Trynczer, den weiteren Baugebieten entgegenzuwirken und die Acker- und Grünflächen zu erhalten. „Wir kämpfen für ein lebenswertes Rheingönheim. Hierzu gehört für uns der grüne Süden mit seinen Ackerflächen, Hecken und Baumstreifen, welche ein wichtiger Lebensraum für viele Wildtiere sind.“ Die Wachstums- und Belastungsgrenze für den südlichen Stadtteil sei nach der Erschließung des großen Neubaugebiets „Im Neubruch“ und der Erweiterung „Im Sommerfeld“ innerhalb der letzten Jahre endgültig erreicht.

Die Initiative will künftig die Bürger über die weiteren Prozesse informieren und aktiv beteiligen. Über die Köpfe der Rheingönheimer hinweg sollten keine Entscheidungen getroffen werden.

Noch Fragen?

Über ihre Ziele informiert die Bürgerinitiative im Netz unter www.bi-rheingoenheim.de und per E-Mail an info@bi-rheingönheim.de.
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