Leichtathletik Rettichfestlauf in Schifferstadt: Tim Hettrich zum Zweiten
Tim Hettrich ist zum zweiten Mal in Folge Sieger beim Rettichfestlauf in Schifferstadt. Seine Zeit hat er im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich verbessert. Die Wendepunkte forderten heraus. Verändert hatte der Leichtathletikclub Schifferstadt (LCS) als Ausrichter die Streckenführung. Die Speyerer Straße, die für den Individualverkehr zum Rettichfest gesperrt wurde, wurde mit einbezogen. Das hatte Vor- und Nachteile, wie Hettrich berichtete.
„Im vergangenen Jahr mussten wir noch viel in Ecken rein, was schwerer war. Diesmal gab es dafür mehr Wendepunkte“, fasste Hettrich zusammen. Dies wiederum habe den Vorteil gebracht, dass der Lauf zuschauerfreundlicher war. An vielen Menschen vorbeizulaufen habe Spaß gemacht.
Einen „schönen Lauf“ habe Hettrich erlebt. Erst vor fünf Jahren ist er ins Geschehen eingestiegen, hat sich seitdem kontinuierlich gesteigert. 2025 lag seine Zeit beim Zehn-Kilometer-Hauptlauf in Schifferstadt noch bei 38:02,3. Am Samstagabend kam er nach 36:28,5 Minuten ins Ziel.
BASF-Firmencup
„Die Zeit hat heute für mich keine große Rolle gespielt“, sagte der Sieger. Wichtig war ihm, den Lauf durchzuziehen, nachdem ihn eine Erkältung vor Kurzem über eine Woche lang aus dem Training gezogen hatte. Gute Vorzeichen gab es für Hettrich am vergangenen Wochenende, als er beim Fünf-Kilometer-Lauf des BASF-Firmencups mitmachte.
„Ich will schauen, dass ich wieder besser ins Training komme“, betonte der Schifferstadter. Ihn freute es, in seiner Heimatstadt zum zweiten Mal als Sieger beim Rettichfest-Lauf hervorgegangen zu sein. Gut eingeteilt hatte sich Hettrich seine Kräfte.
Als Teil einer Fünfergruppe kam er nach der ersten Runde an. Nach der zweiten hatte er sich mit Fabian Weitzel (MTV Stuttgart Triathlon) als Führungsduo abgesetzt, nach der dritten war der Vorsprung geschafft. 36 Sekunden vor Weitzel überquerte Hettrich schließlich nach Runde vier die Ziellinie.
Kegler Dritter
Zufrieden war der drittplatzierte Lars Kegler, zum einen mit seiner Zeit von 38:01,2 Minuten, zum anderen mit der Tatsache, dass „der alte Mann es noch kann“. Als Starter in der Klasse m40 war er der Älteste der ersten Drei. Hettrich startete in der Hauptklasse, Weitzel bei den m30.
„Ich hab mich an das gehalten, was ich mir vorgenommen habe: den Puls nicht so hochzujagen“, so Kegler. Kurz vor dem Ziel zog der Speyerer noch mal an, als er den Verfolger Jannis Gierens (MHK) im Rücken spürte. „Die Strecke ist superschön“, kommentierte Kegler den allgemeinen Eindruck.
Hettrichs nächstes Ziel ist unter anderem der Brezelfestlauf. Auch in Herxheim möchte er über zehn Kilometer antreten. „Dort hatte ich im vergangenen Jahr meine Bestzeit über zehn Kilometer“, informierte er. Bei 36:07 Minuten lag diese.
Insgesamt waren 92 Läufer über zehn Kilometer angetreten, gut 20 mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen neun Staffeln, die sich die Runden aufteilten, was ebenfalls ein Plus im Vergleich zu 2025 darstellte. Das Team des Haus des Kindes sowie die Laufgruppe des Sportabzeichentreffs „Nicht schnell, aber schön“ stellten neben den LCS-Erwachsenen und LCS-Füchsen die meisten Teilnehmer.
Unter ihnen war auch Daniel Jalalpoor, stellvertretender Vorsitzender des LCS und Hauptorganisator des Rettichfestlaufes. „Wir sind mit den Anmeldezahlen auf dem Vor-Covid-Niveau angekommen“, freute er sich über die gute Resonanz, die sich am Trubel an der Nummernausgabe zeigte.
Offener als bisher sei die Streckenführung, was das Händling mit dem Teilnehmerfeld entspanne. Durch die Umstrukturierung der Strecke sei die auch schneller geworden für die Teilnehmer. „Wir sind sehr zufrieden“, stellte Jalalpoor fest.
Über sechs Wettbewerbe hinweg – von den Bambini bis zum Hauptlauf verzeichnete der LCS am Samstag 356 Starter. 318 wurden gewertet.