Böhl-Iggelheim RHEINPFALZ Plus Artikel Randale im Zug: Bundespolizei nimmt betrunkenen Afghanen in Gewahrsam

Die Beamten der Bundespolizei griffen den Mann am Haltepunkt in Böhl-Iggelheim auf.
Die Beamten der Bundespolizei griffen den Mann am Haltepunkt in Böhl-Iggelheim auf.

Ein betrunkener Mann aus Afghanistan in einem Zug hat am Dienstagabend die Beamten der Bundespolizei beschäftigt. Hilfe kam von unerwarteter Seite.

Wie die Bundespolizei mitteilt, ist ihr zuerst ein Mann ohne gültigen Fahrschein in einem Zug in Richtung Neustadt gemeldet worden. Kurz darauf ist eine weitere Mitteilung eingegangen, wonach es mit demselben Mann zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit Mitarbeitern der DB Sicherheit gekommen ist.

Eine Streife der Bundespolizei begab sich umgehend zum Haltepunkt nach Böhl-Iggelheim. Dort fanden die Beamten nach eigenen Angaben einen 30 Jahre alten Mann aus Afghanistan, der auf dem Boden lag und laut schrie. Wie die Behörden weiter mitteilen, „zeigte er eine Rötung am Arm und äußerte Beschwerden, ließ sich jedoch durch die Einsatzkräfte beruhigen“.

Der Mann versuchte, beim Halt in Böhl-Iggelheim zu flüchten. Allerdings war im Zug noch ein Polizist, der privat unterwegs war. Dieser gab sich durch das Vorzeigen seines Dienstausweises zu erkennen. Daraufhin beleidigte der Mann den Beamten. Um die Situation zu klären und eine Flucht zu verhindern, fixierte der Polizist den 30-Jährigen unter Anwendung leichter körperlicher Gewalt. Dabei schlug der Mann um sich und verletzte den Polizeibeamten leicht. Nach Abschluss der Maßnahmen vor Ort wurde der 30-jährige Afghane zur Dienststelle nach Neustadt gebracht. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,91 Promille.

Danach wurde der Mann freigelassen. Gegen den 30-jährigen Afghanen wurden laut Polizei Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung sowie Erschleichens von Leistungen eingeleitet.

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