Ludwigshafen Prekäre Situation selbst verschuldet

«LUDWIGSHAFEN.» Die fast schon obligatorische Auswärtsniederlage des Fußball-Verbandsligisten Ludwigshafener SC (1:3 in Zeiskam) hat die Chancen auf Ligaverbleib geschmälert. Im letzten Saisonspiel erwartet das Team am Sonntag, 15 Uhr, den ASV Winnweiler.
Am derzeitigen 14. Platz der Rot-Weißen dürfte sich nichts mehr ändern. Eine Verbesserung ist nur möglich, wenn der LSC gewinnt und gleichzeitig der SV Rodenbach in Mombach verliert. Dann wären beide Teams punktgleich und es gäbe ein Entscheidungsspiel um Rang 13. Dass Rodenbach bei Absteiger Mombach strauchelt, ist unwahrscheinlich, zumal die Rheinhessen nach der Winterpause nur eine Partie gewonnen haben und zuletzt in Idar-Oberstein 1:8 untergegangen sind. „Wir machen uns keine Illusionen, dass Rodenbach verliert. Entscheidend ist, dass wir selbst gewinnen, um uns hinterher nichts vorwerfen zu müssen. Alles andere ist nicht in unserer Hand“, sagt LSC-Trainer Michael Drese. Die prekäre Situation habe sich das Team wegen fehlender Konstanz selbst zuzuschreiben. Jedes Erfolgserlebnis macht sich das Team mit einer Auswärtsniederlage zunichte. In 15 Partien auf fremdem Platz holte der LSC nur einen Zähler. Schlechter war zuletzt Bad Kreuznach in der Saison 2008/09 mit null Auswärtspunkten. Doch selbst auf Rang 14 kann es der LSC schaffen. Dazu müssten zwei Voraussetzungen eintreffen. Der FK Pirmasens darf nicht aus der Regionalliga absteigen, weil dies einen Abstieg des FKP II in die Verbandsliga nach sich zöge. Dazu müsste Verbandsliga-Vizemeister Idar-Oberstein in die Oberliga aufsteigen. Beides wird sich erst nach dem Sonntag entscheiden, sodass der LSC wie im vergangenen Jahr warten muss und auf fremde Hilfe angewiesen ist. Drese hofft, dass von den beiden erkrankten Akteuren Patrick Hauptmann und Erik Rehhäußer wenigstens einer wieder zur Verfügung steht. Der angeschlagene Jan Drese kam bereits in Zeiskam wieder zu einem Teileinsatz. Der ASV Fußgönheim hat es mit der 0:3-Heimpleite gegen Bad Kreuznach verpasst, beste Heimmannschaft zu werden. Außerdem ist es äußerst fraglich, den angestrebten dritten Platz in der Endtabelle zu erreichen. Im letzten Spiel tritt der ASV am Sonntag, 15 Uhr, beim Tabellenvierten FC Speyer 09 an, der mit einem Sieg an den Fußgönheimern vorbeiziehen kann. „Die Luft ist raus. Vielleicht schaffen wir es trotzdem, uns mit einer guten Leistung und einem Erfolgserlebnis zu verabschieden“, erklärt Trainer Jan Kamuf. Der Coach, der die in die Wege geleitete Blutauffrischung für die nächsten Runde für dringend notwendig erachtet, plant in Speyer eine Rotation. Spieler aus der zweiten Reihe, die bisher weniger zum Einsatz kamen, sollen loslegen. Nathaniel Esslinger, Endrit Leposhtaku und Jan Gutermann sind die Kandidaten. Auch Innenverteidiger Daniel Brenner, der gegen Bad Kreuznach nach monatelanger Verletzungspause erstmals wieder auf der Bank saß, soll spielen. Das Eigengewächs (27) kam in dieser Serie auf acht Einsätze in der Verbandsliga und spielte zuletzt im Oktober im Pokal-Viertelfinale gegen Gonsenheim.