Ludwigshafen Polka und Tango, Jodeln und Hip Hop

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Der Creole Sommer bringt Weltmusik in die Pfalz. Außerdem zeigt er Filme, lädt zu Workshops ein und will neue Seiten an der eigenen Heimat aufzeigen. Veranstaltungsorte sind das Mehrgenerationenhaus Limburgerhof, die Konzertmuschel im Ludwigshafener Ebertpark und das Badehaisel in Wachenheim. Im Vordergrund steht dabei die Absicht, die Begegnung verschiedener Kulturen herbeizuführen.

Die Reihe eröffnet das Duo Doyna. Annette Maye (Klarinette) und Martin Schulte (Gitarre) bringen Hochzeits- und Tanzmusik der osteuropäischen Juden und Musik aus dem Balkan nach Limburgerhof. Am Freitag, 14. August, um 20 Uhr gibt es temperamentvolle Bulgars, graziöse Walzer und schöne Balladen zu hören. Anschließend, ab etwa 22 Uhr gibt es den Film „Sound of Heimat“ zu sehen. In der Dokumentation reist der neuseeländische Musiker Hayden Chisholm durch Deutschland und entdeckt echte Volksmusik, fern von Musikantenstadl und Musikindustrie. Von Jodeln bis Hiphop entdeckt Chisholm die Vielfalt deutscher Musik der Gegenwart. Am Samstag, 15. August, geht es ab 20 Uhr im Mehrgenerationenhaus weiter mit Hotel Ost. Das Quartett spielt nicht nur traditionellen Klezmer aus Südosteuropa, sondern auch Filmmusik, Jazz und Tango (selbst Raumschiff Orion fliegt vorbei). Gegen 22 Uhr geht es weiter mit dem Film „Heimatklänge“, in dessen Mittelpunkt die Schweizer Sänger Christian Zehnder, Noldi Alder und Erika Stucky mit ihren wundersamen Stimmwelten stehen. Am Sonntag ab 12 Uhr bietet das Mehrgenerationenhaus Workshops unter dem Motto Creole Creativ. Kinder wie Erwachsene können unter Anleitung künstlerisch aktiv werden und spielerisch andere Kulturen kennenlernen. Zur selben Zeit spielen im Hof des Anwesens Die Wandermusikanten. Die Zwillinge Bernhard und Roland Vanecek knüpfen mit dem Namen ihrer Marching Band an eine Westpfälzer Tradition an. Vom dortigen „Musikantenland“ zogen im 19. Jahrhundert Musiker in alle Welt. Die Vaneceks und ihre Mitmusiker spielen Musik von Balkan über Latin und Swing bis Klassik. Am darauffolgenden Wochenende geht es in Ludwigshafen weiter. Am Freitag, 28. August, um 20 Uhr beginnt in der Konzertmuschel des Ebert-Parks der Auftritt von Cicinatela. In Georgien, der Heimat der Musiker, bedeutet der Bandname Glühwürmchen. Die Sieger des Creole Nord Wettbewerbs mischen traditionelle Musik und Jazz. Anschließend gibt es auch hier „Sound of Heimat“ zu sehen. Eine Tour durch den Ebertpark und seine Geschichte bis zum Ersten Weltkrieg bietet Werner Appel vom Förderkreis des Ebertparks am Samstag, 29. August, um 18 Uhr. Danach um 20 Uhr spielt Kapelsky in der Konzertmuschel. Das Quartett, Bundessieger im Creole Wettbewerb, spielt Ostperanto-Folkjazz, bestehend aus Polka, Swing und Klezmer. Anschließend wird der Film „Heimatklänge“ gezeigt. Am Sonntag, 30. August, ab 12 Uhr, gibt es auch im Ebertpark Creole Creativ zum Mitmachen. Zeitgleich spielen Les Primitifs mit Laurent Leroi am Akkordeon, Michael Herzer am Kontrabass und Matthias Dörsam am Saxophon Weltmusik von Paris bis New York und Rio. Um 14.30 Uhr geht es weiter mit Fei Scho, die mit ihrer Musik bayrischen Anarchismus, alpinen Charme und virtuose Weltmusik präsentieren. Um 16 Uhr setzt Werner Appel den Spaziergang durch die Geschichte des Ebert-Parks fort. Im Wachenheimer Badehaisel gibt es am Freitag, 4. September, eine Wein-Weltreise (Anmeldung unbedingt erforderlich bei tickets@badehaisel.de). „Von Hexen, Steinen und unserer Wachtenburg“ erzählt Uschi Polzin am Samstag, 5. September, ab 17 Uhr. Ab 20 Uhr spielt dann im Badehaisel Volxtanz, eine Band, die mit ihrer Mischung aus Balkan-Jazz und Afrobeat Creole Bundessieger 2014 wurde. Creole Creativ beginnt in Wachenheim am Sonntag, 6.September, um 15 Uhr. Den Abschluss bildet ab 16 Uhr Bändi, ein Ensemble, das sich dem finnischen Tango der 30er bis 60er Jahre widmet. Veranstalter des Creole Sommers sind Kultur Rhein-Neckar, das Mehrgenerationenhaus Limburgerhof, das Badehaisel Wachenheim, unterstützt vom Kultursommer Ludwigshafen und Rheinland-Pfalz. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Für Verpflegung sorgen verschiedene Kulturgesellschaften mit internationalen Spezialitäten.

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