Ludwigshafen Pokalsieg soll erst der Anfang sein
Hassloch. Die Frauen des TV Hochdorf haben am Sonntag den Handball-Verbandspokal gewonnen und sich für den Pfalzpokal qualifiziert (wir berichteten). Doch der Erfolg soll nur der Anfang gewesen sein. Trainer Kurt Dürk hat mit seiner jungen Mannschaft noch viel vor.
Nach dem 28:23 gegen die SG Albersweiler-Ranschbach in der Haßlocher Pfalzhalle war erst einmal Feierstimmung bei den Hochdorferinnen angesagt. Hier ein Foto, dort ein Foto, zwischendurch einen Schluck aus dem mit einem alkoholischen Getränk gefüllten Pokal. Die Frauen des TV Hochdorf waren mächtig stolz auf den Erfolg, der vor allem dank einer starken Abwehrleistung gelang. Immerhin hatte erstmals in der Vereinsgeschichte eine Frauen-Mannschaft des TVH die Qualifikation für den Pfalzpokal geschafft. Dort trifft man im Achtelfinale am zweiten Januar-Wochenende auf die zweite Mannschaft der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam. „Wir wollen auch dieses Spiel gewinnen, eine Runde weiterkommen“, sagt TVH-Trainer Dürk und fügt vielsagend an: „Ich traue der Mannschaft alles zu.“ Dürk trainiert den Großteil des Teams bereits seit der D-Jugend, hat die Mannschaft in ihrer Entwicklung begleitet – und einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass sich das Kükenteam mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren sukzessive entwickelt und verbessert hat. In der vergangenen Saison verpasste der TV Hochdorf in der A-Klasse den Aufstieg trotz einer guten Bilanz von 28:4 Punkten, weil die TuS Neuhofen noch etwas besser war (31:1 Zähler), die beiden direkten Duelle jeweils knapp (27:24, 27:26) für sich entschied. In dieser Saison jedoch könnte es jedoch mit dem Aufstieg klappen. Nach der Hälfte der Saisonspiele führt der TV Hochdorf die Tabelle mit 16:2 Punkten vor der TG Waldsee II und der FSG Dansenberg/Waldfischbach (beide 14:4 Zähler) an. „Der Aufstieg ist unser Ziel, es wird aber nicht einfach“, sagt Dürk. Er baut auf die mannschaftliche Geschlossenheit seiner Mädchen. „Sie halten sehr gut zusammen, kämpfen füreinander“, sagt Dürk. Getreu dem Motto: Eine für alle, alle für eine. „Es gibt keine schwachen Spielerinnen in dieser Mannschaft“, sagt Dürk. Eine Mannschaft, die auch von ihrer Jugendlichkeit, ihrer Unbekümmertheit lebt, in den vergangenen Jahren kaum ein Spiel verloren hat. Der mögliche Aufstieg in die Verbandsliga wäre für den Trainer eh nur eine Zwischenstation. Denn Dürk hat mit seiner Mannschaft ehrgeizige Ziele. „Ich will mehr als einmal aufsteigen“, sagt Dürk und fügt an: „Ein Aufstieg in die Oberliga wäre natürlich ein Traum.“ Dafür müsste sein Team aber erst den Sprung in die Verbandsliga und dann die Pfalzliga schaffen. Doch es wären nicht allzu überraschend, wenn das den Frauen des TV Hochdorf in den nächsten Jahren gelingen sollte. (tnf)