Ludwigshafen
Parken in der Stadt wird teurer
Hintergrund der Erhebung: Die Stadt hat mit Blick auf die anstehenden Hochstraßenbaustellen bei dem Fachbüro aus Darmstadt eine Studie für die Parkplatzsituation speziell in den zentralen Stadtteilen Mitte, Nord und Süd in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse waren im Frühjahr 2018 den politischen Gremien präsentiert worden. Das auf dieser Basis aktualisierte Parkraumkonzept der Stadt liegt nun vor. Zu finden ist es unter www.ludwigshafen.de/nachhaltig/verkehr/parken.
Ziel der Erhebung war es, aufzeigen zu können, wie groß der Parkdruck in den einzelnen Straßen in Nord, Süd und Mitte ist – und welche Wege Anwohner für einen Parkplatz in Kauf nehmen müssen. Dies geschah auch deshalb, da durch die Hochstraßenprojekte und den Bau des Polizeipräsidiums an der Heinigstraße bisherige Parkplätze wegfallen oder zusätzliche Stellflächen benötigt werden.
Nur „temporäre Überlastung“
Mit dem Parkraumkonzept will die Stadtverwaltung zu einer wirtschaftlichen und effizienten Nutzung von Stellflächen und Steuerung des Verkehrs kommen. Die Planer haben dafür mit Vor-Ort-Studien analysiert, wie groß der Parkplatzbedarf jeweils ist. Die Bestandsaufnahme ist im Frühjahr 2017 erfolgt. Die Mitarbeiter des Darmstadter Büros waren zu unterschiedlichen Zeiten unterwegs, um ein genaues Gesamtbild zu bekommen. In die Analyse floss die Stellplatzanzahl ebenso ein wie die im Untersuchungszeitraum erhobene Nachfrage nach Parkplätzen.
Das Ergebnis der Ingenieure: Es seien nur einzelne Straßenzüge „temporär überlastet, während in benachbarten Straßen oder im Umkreis von weniger als 400 Metern Stellplätze ungenutzt bleiben“. Außerdem fiel den Planern auf, dass bewirtschaftete Plätze (Parkhäuser und Tiefgaragen) „nur in sehr geringem Ausmaß angenommen“ werden. Ein Problem seien zudem unerlaubt abgestellte Fahrzeuge – etwa auf Anwohnerplätzen.
„Flächendeckende Bewirtschaftung“
Unterm Strich lautet der Vorschlag zur Lösung der Parkplatzprobleme daher, bewirtschaftete Parkplätze dadurch attraktiver zu machen, dass für den öffentlichen Verkehrsraum (also Straßen) eine „flächendeckende Stellplatzbewirtschaftung“ eingeführt wird. Alle diese Plätze sollen Geld kosten und für maximal eine Stunde genutzt werden können.