Ludwigshafen Ortskernsanierung als Herausforderung

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Kaum ist das neue Jahr gestartet, beginnt für den Gewerbeverein Mutterstadt auch wieder die Arbeit. Für 2016 hat sich der Verein, dessen Mitgliederstand stetig wächst, einiges vorgenommen. Auch der Rückblick auf das vergangene Jahr fällt positiv aus.

„Wir können durchaus zufrieden sein“, bilanziert der Vorsitzende des Gewerbevereins Mutterstadt, Jürgen Reimer, mit Blick auf 2015. Es habe einige Herausforderungen gegeben, die die Arbeit der Gewerbetreibenden nicht leichter mache. „Man muss bereit sein, sich permanent anzupassen an veränderte Rahmenbedingungen“. Als Beispiele nennt Reimer neue rechtliche Bedingungen und die zunehmende Bürokratie, die die Gewerbetreibenden bewältigen müssten. Angefangen von umfangreichen PC-Kenntnissen bis hin zur Buchhaltung werde den Selbstständigen einiges abverlangt. „Ohne externe Hilfe und Serviceleistungen von außen kommt man kaum noch zurecht“, räumt Reimer ein. Durch alle Branchen zeichne sich eine Tendenz zu mehr Verwaltungsarbeit ab. Das liege auch daran, dass der Staat einiges an Arbeit auf den Bürger und damit auch auf die Unternehmer verlagere. „Das kostet Zeit und Geld“, betont der Vorsitzende. Eine weitere Entwicklung, die auch Gewerbetreibende treffe, sei der Termindruck und eine Schnelllebigkeit, die insbesondere mit den modernen Kommunikationsmitteln einhergehe. „Da muss etwas am besten am gleichen Tag oder spätestens am nächsten Tag erledigt werden – alles wird schneller und hektischer.“ Gleichzeitig rät Reimer jedoch seinen Mitgliedern zu einer „gewissen Gelassenheit“ und mit Weitblick auf Veränderungen zu reagieren. „Man darf auch nicht alles nur schwarz sehen.“ Auf den Gewerbeverein komme in diesem Jahr verstärkt seine Aufgabe als Kommunikator in verschiedene Richtungen zu. Beim heutigen Neujahrsempfang für die Mitglieder des Gewerbevereins werde unter anderem die Ortskernsanierung vorgestellt, die in diesem Frühjahr im Bereich der Ortsmitte von Mutterstadt losgeht. „Der Gewerbeverein ist bemüht, die Interessen der Geschäfte gegenüber der Gemeinde zu vertreten und er wird auch den Projektstand den Mitgliedern kommunizieren“, führt der Vorsitzende aus. Aufgrund der Bauarbeiten werde auch der verkaufsoffene Sonntag im August an der Kerwe in reduzierter Form stattfinden, kündigt Reimer an. Es werde keine Veranstaltungsmeile wie bisher in der Ludwigshafener und Neustadter Straße geben. Die Geschäfte könnten jedoch wie gewohnt öffnen. Auch die Kerwe-Festlichkeiten seien vom Umbau unberührt. In bewährter Weise werde dagegen das Gewerbefest im Wald stattfinden, das der Gewerbeverein bereits 2012 und 2014 mit Erfolg auf die Beine gestellt habe. Die zweitägige Veranstaltung werde am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Juli, in und an der Walderholung stattfinden. Dann präsentieren sich rund 25 Gewerbebetriebe aus Mutterstadt der Öffentlichkeit, schätzt der Vorsitzende. Dabei werde es auch wieder von Samstagnachmittag bis Sonntagabend ein Unterhaltungsprogramm geben, kündigt Reimer an. Der Gewerbeverein bemühe sich, den Besuchern ein sehenswertes Programm zu bieten, verspricht Reimer. Den Termin für das Gewerbefest und viele weitere Aktivitäten sowie andere Informationen finden Interessierte im Kalender des Gewerbevereins, der bei den Geschäften und im Rathaus ausliegt. „Er wird stark nachgefragt und ist sehr beliebt“, weiß der Vorsitzende aus Rückmeldungen. „Wir bemühen uns, viel Inhalt in den Kalender zu packen.“ Der Kalender werde von Anzeigen voll finanziert und biete auch eine „gute Plattform“ für die Geschäfte im Ort, die auf diese Weise auf sich aufmerksam machen wollen. „Wenn man eine Geschäftswelt im Ort wünscht, muss man sich auch an sie erinnern, wenn man einkauft“, hebt Reimer hervor. Schnäppchen gebe es auch vor Ort und das auch noch mit Qualität. (mmö)

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