Ein Bild und seine Geschichte Oppau: Neue Nisthilfen für Wildbienen
„Wir sind Menschen, die etwas bewegen wollen und dies auch tatkräftig vor Ort unter Beweis stellen“, erklärte Michael Düpmann, Präsident dieses Lions-Clubs und Vorstand der VR Bank Rhein-Neckar. Zusammen mit den Club-Mitgliedern Thomas Raff, Yann Asbeck und Klaus Ladwig wuchtete er die schweren, beinahe mannshohen Eichenbalken in den Boden. Zwei weitere dieser Holzstelen werden demnächst noch auf den Streuobstwiesen im Maudacher Bruch aufgestellt, so Düpmann.
Für den Bau der Nisthilfen wurde Recycling-Holz der „KG Natur Pur“ aus dem südpfälzischen Kuhardt verwendet. Eine Premiere für die Schreinerei, die normalerweise nur Möbel aus altem Holz, etwa ausgedienten Fachwerkbalken, herstellt. Und eine gute Aussicht für die nahe Streuobstwiese: Werden doch die Blüten der dort stehenden Apfel- und Birnbäume außer von der Honigbiene bevorzugt von der Gehörnten und der Rostroten Mauerbiene bestäubt, die beide ihre Nester gerne in Holzbohrungen anlegen und schon bei niedrigeren Temperaturen als die Honigbiene fliegen. Die unterschiedlich großen Bohrlöcher bieten zudem anderen Wildbienenarten und verschiedenen Grabwespen gute Brutmöglichkeiten.
Waschechter Mexikaner
Gespannt sein darf man schon dieses Jahr darauf, ob sich auch der Stahlblaue Grillenjäger in Oppau einfindet. In anderen Ludwigshafener Stadtteilen, in Mannheim und in Altrip wurde das schlanke Insekt bereits nachgewiesen. Ursprünglich stammt es aus Mexiko. Im 2. Weltkrieg landete es durch amerikanische Militärtransporte zuerst in Italien an. Leicht nachweisbar, auch für den Laien, ist seine Existenz an Grashalmen, die einige Zentimeter aus seinen Niströhren herausragen. Als waschechter Mexikaner ist der Stahlblaue Grillenjäger in Mitteleuropa im Hochsommer unterwegs.