Fussball Oberliga: Warum der FC Arminia Ludwigshafen in Koblenz fünf Tore kassiert

Matteo Monetta
Matteo Monetta

Oberligist FC Arminia Ludwigshafen hat bei Primus TuS Koblenz zum Auftakt der englischen Woche 0:5 (0:2) verloren. Das Kellerkind wartet seit fünf Partien auf einen Sieg.

„In den drei entscheidenden Szenen der ersten Halbzeit hat uns die Cleverness gefehlt, da sind wir nicht erwachsen genug aufgetreten“, hat Trainer Matteo Monetta festgestellt. Damit meint er zum Beispiel das Führungstor von Koblenz. Trotz intensiven Standardtrainings der Arminia gelang dem TuS nach einem Eckball das erste Tor, bei dem der Schütze unbedrängt hochsteigen und einköpfen konnte, was den Coach ärgert (14.). Trainingsinhalt sei auch das Verwerten von Kontern gewesen. „Leider hat Sebastian Beikert selbst abgeschlossen, statt Malte Moos den Ball in die Gasse zu legen“, spricht Monetta die beste Möglichkeit des FCA an.

In einer anderen Situation hatte sich Steffen Straub gegen die ansonsten sehr abgezockt auftretenden Einheimischen, die noch unbesiegt sind, am Flügel durchgesetzt. Seine Linksflanke auf den ersten Pfosten fand aber keinen Abnehmer, weil Mittelstürmer Max Krämer am zweiten Pfosten lauerte. „Ich weiß, dass sich Max gerne zum zweiten Pfosten orientiert, was bei seinem Tor gegen Emmelshausen-Karbach ja auch funktioniert hat. Generell bin ich aber der Meinung, dass die Chance eine Flanke zu verwerten, am ersten Pfosten größer ist“, weiß der ehemalige Torjäger aus seiner riesigen Erfahrung.

Hoffnung schnell verloren

Auch beim 2:0, das in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fiel, stellten sich die Arminen ungeschickt an. „Nach einem Ballverlust im Mittelfeld, was immer mal vorkommt, dürfen wir beim Gegenangriff nicht erst vor dem eigenen Strafraum das Foul begehen“, verdeutlicht der Trainer. Da hätte der Angriff der gut umschaltenden Gastgeber bereits im Mittelfeld unterbunden werden müssen, selbst wenn es dann eine Gelbe Karte gegeben hätten. Der Freistoß führte im Nachschuss zur Vorentscheidung (45.+3). „In der Kabine haben ich versucht, dem Team Hoffnung zu geben und ihm gesagt, dass wir auch in der zweiten Halbzeit Konterchancen bekommen werden“, berichtet Monetta.

Doch es dauerte keine zwei Minuten, da löste sich diese Hoffnung in Wohlgefallen auf. Koblenz spielte einen Ball in die Tiefe und der Torschütze traf aus spitzem Winkel zum 3:0 (47.). Monetta veränderte mit der Einwechslung von Tim Amberger die taktische Ausrichtung, stellte von Fünfer- auf Viererkette um. Doch Koblenz, das mit einem Dreifachwechsel Spielern aus der zweiten Reihe Einsatzzeiten gab, ließ nichts anbrennen. Nach dem 4:0 (64.) war Schadensbegrenzung angesagt, dem der Übungsleiter mit der Einwechslung der defensiv ausgerichteten Jannik Dörr und Julian Malburg Rechnung trug. Das 5:0 war für die Statistik und rundete die deftige Pleite ab (83.).

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