Fußball Oberliga: FC Arminia Ludwigshafen trotz Niederlage mit Fortschritten

Wichtig in der Arminia-Abwehr: Jhon Mosquera (rechts).
Wichtig in der Arminia-Abwehr: Jhon Mosquera (rechts).

Der FC Arminia Ludwigshafen hat das nächste Heimspiel in der Oberliga verloren. Das 1:2 (0:1) gegen den FC Engers hat gezeigt, wo die Probleme liegen.

„Wenn man das Spiel gegen den FV Dudenhofen sieht, dann ist das schon eine klare Veränderung“, sagt Arminias Interimstrainer Matteo Monetta nach dem Abpfiff. Damit bezieht er sich vor allem auf die Struktur, die seine Mannschaft beim Spielaufbau an den Tag gelegt hat. Die aktuellen Probleme liegen an anderer Stelle. Der designierte Trainer Marco Laping, der im neuen Jahr übernehmen wird, saß während der Begegnung auf der Bank der Gastgeber. Beide stecken nach Spielende die Köpfe zusammen. Eine erste Analyse des Auftritts ihrer Schützlinge.

Gegen den FV Engers hatte sich Monetta für eine defensive Aufstellung entschieden. Die Arminia begann mit einer Fünferkette. Malte Moos, Lukas Hartlieb, Jhon Mosquera, Hasan Yalcinkaya und Jannik Dörr sollten der Defensive Stabilität verleihen. Und diese Umstellung funktionierte – bis zur 24. Minute. Da servierte Christian Meinert einen präzisen Freistoß von rechts auf den Kopf von Max Schmitten, der zum 0:1 traf. Irgendwie bezeichnend, dass ein Standard herhalten musste. Aber der Gast war in den entscheidenden Situationen einfach cleverer und erfahrener. In der ersten DFB-Pokalrunde hatten der FV Engers zwar mit 0:5 gegen den Bundesligisten Eintracht Frankfurt verloren, aber immerhin bis kurz vor der Halbzeit ein 0:0 gehalten.

Lehrgeld gezahlt

„Das ist eben die Sache mit den jungen Spielern. Sie müssen in solchen Situationen Lehrgeld zahlen“, sagt Monetta nach dem Spiel. Aber es ist auch Platz für ein positive Zeichen: Die Arminia sucht spielerische Lösungen, nur bei hohem Pressing der Gäste muss auch einmal ein langer Ball herhalten. Da zeigt der FV Engers seine ganze Erfahrung. Nicht umsonst findet sich die Mannschaft von Trainer Julian Feit an der Tabellenspitze der Oberliga Rheinland-Pfalz wieder.

Ein bitterer Tropfen im Spiel des Gastgebers: Im letzten Drittel sind sie zu harmlos. Da läuft nicht viel zusammen, was aber auch an der aufmerksamen Viererkette der Gäste liegt. Es ist eine alte Weisheit im Fußball, dass die Abstimmung in der Defensive schnell möglich ist, die in der Offensive dagegen Zeit braucht. Das muss die Arminia in den vergangenen Spielen schmerzhaft erfahren.

Wichtige Spieler fehlen

Ein Lichtblick ist der 1:1-Ausgleich. Philip Krischa lässt zwei Mann stehen, sein Pass findet zentral FCA-Stürmer Maximilian Krämer, der sich dreht und den Ball ins Tor wuchtet. Die Arminia muss sich in mehr 1:1-Situationen trauen, die individuelle Qualität ist da. Allerdings zeigt der Gegner seine Qualität. Hatte es vorher eigentlich so ausgesehen, als wollte der FV Engers die 1:0-Führung nach Hause spielen, in dem sie das Tempo verschleppen und selbst auf Konter und Standards lauern, drehte das Team noch einmal auf. Und so folgte nur fünf Minuten später die erneute Gästeführung – wenig verwunderlich nach einem Standard. Ärgerlich für Monetta: „Wir verteidigen den Freistoß und bekommen kleinen Zugriff auf die erneute Flanke. Zudem verlieren wir vor dem Tor die zwei Angreifer aus dem Blick. Das darf dir nicht passieren“, so der Übungsleiter. Er verweist gleichzeitig auf die fehlenden Spieler, die der Mannschaft zusätzliche Stabilität verleihen können. Nächste Woche ist zumindest der gegen Engers gesperrte Ricardo Antonaci wieder im Kader.

„Wir haben uns im Vergleich zum Dudenhofen-Spiel natürlich weiterentwickelt. Aber die jungen Spieler brauchen noch mehr Erfahrung“, weiß auch Monetta. Das hat der FV Engers dem FC Arminia Ludwigshafen an diesem Tag aufgezeigt. Wichtig wird sein, dass der Tabellenletzte die positiven Ansätze weiter verbessert und in die kommenden Begegnungen mitnimmt. Wenn dann die ersten verletzten Spieler zurückkehren – auf der Bank sitzen am Samstag gerade einmal vier Feldspieler – und die Mannschaft sich findet, dann ist die aktuelle Tabellenposition bald Geschichte.

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