Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: FC Arminia Ludwigshafen holt drei Punkte in Mechtersheim

Lässt drei Mechtersheimer hinter sich: Arminia-Stürmer Noah Maier (rechts).
Lässt drei Mechtersheimer hinter sich: Arminia-Stürmer Noah Maier (rechts).

Der FC Arminia Ludwigshafen gewinnt das Oberliga-Derby beim TuS Mechtersheim. Die Tore für die Mannschaft von Trainer Chris Chorrosch schießen zwei junge Spieler. Ein erfahrener Akteur sichert am Ende die drei Punkte.

Auch eine knappe Heimniederlage bleibt eine Niederlage. Dabei spielte der TuS Mechtersheim mindestens eine Stunde gleichwertig, wenn nicht sogar phasenweise besser als der Gegner aus Ludwigshafen. Am Ende aber hieß es 2:1-(2:0) aus Sicht der Arminia.

Dabei legte die Arminia im sogenannten Kellerduell richtig stark los, den Männern um Trainer Chris Chorrosch war wohl zu kalt an den Beinen, denn sie gaben in den ersten 20 Minuten läuferisch alles, um schnell warm zu werden. So stand es eben auch nach 20 Minuten bereits 2:0 für den Gast aus Ludwigshafen. Noah Nikita Maier (13.) und Adnan Rizvanovic (16.) hatten für die Arminia getroffen. Es waren die Saisontore 25 und 26 für die Gäste.

Zur Halbzeit vorn

Mechtersheim hatte indes noch nicht den „Wir-spielen-auch-mit“-Schalter gefunden und umgelegt, lief bis zur Zwei-Tore-Führung sprichwörtlich Ball und Gegner hinterher. Erst nach einer guten halben Stunde fand auch der TuS an der heimischen Kirschenallee endlich statt. Ganz zur Freude der Fans, denn es war ziemlich kalt am Sportplatz und die Stimmung bis dato ebenso eisig. Auf dem Feld war es immer wieder Mittelfeldmann Everest Sulejmani, ein feiner Techniker, der versuchte, mit schnellem Umschaltspiel seine Truppe nach vorn zu treiben. Aber bis zur Halbzeit blieb es beim bitteren 0:2.

Den 178 Gästen in Römerberg wurde in der Pause Glühwein geboten, immerhin sollte hier etwas Wärme aufkommen. Dann gab es aber auch spielerisch etwas Erwärmendes auf dem Spielfeld, zumindest aus Sicht der Heimmannschaft: Josip Saravanja markierte in der 66. Minute den verdienten Anschlusstreffer für die Mechtersheimer. Der gute Schiedsrichter Veron Besiri leitete souverän, zückte drei Gelbe Karten, allesamt für die Hausherren. Die Arminia kam mit dem tiefen Platz gegen Ende nicht so gut zurecht, musste immer wieder die schnellen Angriffe der Gastgeber blocken und hatte dann tatsächlich etwas Glück, am Ende die drei Punkte in Richtung Heimat mitnehmen zu können. Hier zeichnete sich mehrfach Arminias Schlussmann Kevin Urban mit guten Paraden aus.

Abstiegsränge verlassen

„Maximal bitter“, sagte TuS-Trainer Jürgen Kramny nach Spielende. Er sah seine Mannschaft ab der 20. Minute „voll da“, wie der ehemalige Fußball-Profi betonte. Sein Team habe die zweite Hälfte dominiert und hätte einen Punkt mehr als verdient, erklärte Kramny. Sein Kollege Chorrosch sah es ähnlich, am Ende sei es einigermaßen glücklich gewesen, dass es beim knappen Sieg für seine Arminia geblieben sei. Mechtersheim habe viel Druck gemacht. Vor allem Keeper Urban und den starken Anfangsminuten sei Dank, dass es langsam aus dem Keller des Tableaus in Richtung Mittelfeld gehe.

Ludwigshafen klettert nämlich mit dem Auswärtssieg auf den zwölften Tabellenplatz, hat nun 19 Punkte auf dem Konto. Mechtersheim dagegen bleibt zumindest tabellarisch unten drin stecken, zählt weiterhin 17 Punkte auf der Habenseite und rangiert auf dem 15. Platz. Ludwigshafen hat am Samstag Heimrecht im letzten Spiel vor Weihnachten, der FV Diefflen, aktuell Tabellenzehnter, kommt aus dem Saarland angereist.

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