Fußball
Oberliga: FC Armina Ludwigshafen mit Remis in Baumholder
Arminias Trainer Andreas Brill hatte seine Startformation gegenüber dem 6:3-Spektakel gegen die TSG Pfeddersheim am Mittwoch nur auf einer Position geändert. Für den angeschlagenen Sebastian Lindner kehrte der junge Lukas Kebernik in die Innenverteidigung zurück. Am gängigen 4-2-3-1-System ändert sich nichts.
Nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Philipp Michels hatte der FCA zunächst Probleme mit dem kleinen Kunstrasenplatz. „Wir haben eine ganze Weile gebraucht, um ins Spiel zu finden“, räumte Brill ein. Baumholder spielte nicht wie ein Schlusslicht, störte früh den Spielaufbau der Arminia und erzwang ein ausgeglichenes Spiel. Die Gastgeber erarbeiteten sich so die eine oder andere Chancen. Und gingen in Führung, wobei die Ludwigshafener mit einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung maßgeblich dazu beitrugen. Der VfR spielte einen guten Pass in die Tiefe und Felix Ruppenthal gelang das 1:0 (27.).
Wilde 20 Minuten
Es war der Auftakt zu wilden 20 Minuten bis zum Pausenpfiff. Die Antwort der Arminia kam schnell. Kapitän Nico Pantano setzte sich gegen zwei Akteure der Platzherren durch und traf mit einem noch abgefälschten Schuss (31.). Die Wende? Von wegen. Drei Minuten vor dem Wechsel verwandelte Sascha Hammann einen Foulelfmeter zur neuerlichen Führung Baumholders. „Ja, den kann man geben“, verdeutlichte Brill, um Sekunden später hinterherzuschieben: „Der Strafstoß war berechtigt.“ Da hatten die Arminen schon das erste Mal gewechselt. Für Steffen Straub, den muskuläre Probleme plagten, kam Routinier Matteo Monetta.
Ein Tausch, der sich auszahlen sollte. Mit seiner ganzen Erfahrung holte Monetta einen Freistoß an der Strafraumgrenze heraus. Der 39-Jährige weiß eben, wann man wie in den Zweikampf geht, um ein Foul zu provozieren. Selbstredend verwandelte der spielende Co-Trainer den Freistoß aus 18 Metern selbst – 2:2 (44.). Das war aber immer noch nicht alles in einer ersten Halbzeit, die so typisch war für die torreichen Auftritte der vergangenen Wochen. Ein Freistoß von Ricardo Antonaci landete wieder bei Monetta, der mit einem gekonnten Schlenzer die Schwarz-Weißen in Führung brachte (45.+2). „Zwei Geniestreiche von Matteo“, urteilte Brill.
Führung nicht ausgebaut
„In der Pause haben wir umgestellt. Aber ohne, dass es durchschlagende Wirkung hatte“, bedauerte der Coach. Die angestrebte größere Ballsicherheit ließ sich, wenn überhaupt, nur phasenweise erreichen. Baumholder, das am Mittwoch spielfrei war, wirkte frischer und hatte mehr zuzusetzen. Die Arminia hingegen war platt. „Am Willen und der Einstellung gibt es nichts auszusetzen. Die Mannschaft hat alles reingeworfen, was möglich war“, lobte Brill sein Team. Allerdings verpasst es der FCA, mit dem 4:2 für die Entscheidung zu sorgen. Pantano traf den Pfosten, Monetta und Bastian Hommrich hätten treffen können.
So aber brachte sich die Arminia selbst in die Bredouille. Etwa bei einem Innenpfostenschuss der Einheimischen nach einer Standardsituation oder beim 3:3-Ausgleich, der wieder per verwandeltem Foulelfmeter fiel (71.). „Da haben wir uns naiv angestellt“, moniert der Übungsleiter. Vor der Partie sei ein Punkt zu wenig gewesen. So wie es aber gelaufen sei, müsse die Arminia auch mal mit einem Zähler zufrieden sein.