Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: Derby zwischen FV Dudenhofen und Arminia Ludwigshafen entscheiden die Fehler

Wal Fall (24) trifft per Elfmeter zum 0:1, FVD-Torwart Philipp Schilling liegt im falschen Eck.
Wal Fall (24) trifft per Elfmeter zum 0:1, FVD-Torwart Philipp Schilling liegt im falschen Eck.

Zwei Elfmeter und ein Platzverweis – das Oberligaderby zwischen dem FV Dudenhofen und FC Arminia Ludwigshafen hat einige Höhepunkte aber auch viel Leerlauf.

Zwei Elfmeter und wenige Aktionen in den Strafräumen – das Derby zwischen dem FV Dudenhofen und dem FC Arminia Ludwigshafen ist vor allem von einem Gedanken geprägt: möglichst nicht zu verlieren. Am Ende steht ein 1:1 (0:1)-Remis, von dem die Arminia mehr profitiert als der Gastgeber.

Auch wenn das Flutlicht am Rasen in der Iggelheimer Straße seinen Namen nicht wirklich verdient, sehen die 370 Zuschauer einen Auftritt zweier Mannschaften, die beide nicht mit dem vergangenen Jahr zufrieden sein können. Der Gast geht mit einer zusätzlichen Hypothek in das Oberligaderby: Der neue Arminia-Trainer Marco Laping muss aufgrund einer Roten Karte im letzten Vorbereitungsspiel den Auftakt ins neue Jahr jenseits der Bande begutachten, Cotrainer Matteo Monetta betreut das Team an der Seitenlinie.

Handrichs Fehler

Die Gastgeber versuchen gleich, sich mit aggressivem Anlaufen und Druck auf den Ballführenden Respekt zu verschaffen. Allerdings stehen die Gäste gut, rücken bei Ballgewinnen des FVD hinter den Ball. Den Gelb-schwarzen fehlt im letzten Drittel die Präzision und auch die Abgeklärtheit, die sich bietenden Chancen in Torschüsse umzuwandeln.

Stattdessen der Fehler: Gegen die schnellen Angreifer der Arminen müssen die FVD-Abwehr schnell umschalten, was nicht immer gelingt. In der 19. Minute kann Tom Handrich den vorbeistürmenden Bastian Hommrich nur mit einem Foul aufhalten – Elfmeter: Wal Fall verwandelt den Strafstoß sicher ins rechte Ecke, Dudenhofens Schlussmann Philipp Schilling springt nach links (20.). Der FV Dudenhofen ist in der Folge in der Offensive nicht druckvoll genug, um sich eine Torchance zu erspielen.

Arminia in Unterzahl

Der Auftritt des Gastes ist auch in Hälfte zwei einfach reifer. Allerdings fehlen auch hier die klaren Aktionen in der Offensive. In der 53. Minute schwächt sich die Arminia allerdings selbst: Nach einem kleinen Gerangel eilt Philipp Krischa herbei und wirft einen Gegenspieler zu Boden – und sieht die Gelb-rote Karte (54.). Eine völlig unnötige Aktion des jungen Mittelfeldspielers, der mit Gelb vorbelastet war.

Die Gastgeber wissen aber die Überzahl nicht zu nutzen. Der Ball wandert nur langsam durch die Reihen, die Gäste haben wenig Mühe, die Pässe abzufangen. Dem FV Dudenhofen fehlt vorne die Durchschlagskraft.

Mosquera patzt

Dann muss eben ein gegnerischer Fehler helfen: Jhon Mosquera foult im Strafraum völlig überflüssig FVD-Kapitän Marvin Sprengling. „Er geht runter, das war unnötig“, merkt Monetta später an und führt aus: „Dass der Stürmer die Grätsche dankbar annimmt, ist klar.“ Irfan Catovic verwandelt sicher gegen Peter Klug zum 1:1 (75.). Ein Abschluss Max Lichtis aus der Distanz, der das Arminia-Tor knapp verfehlt, ist das letzte Lebenszeichen der offensiv schwachen Gastgeber – trotz sieben Minuten Nachspielzeit.

„Wir haben fünf Wochen auf Kunstrasen unsere Vorbereitung absolviert und haben zehn Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden“, stellt Monetta später fest. Den Platzverweis sei ärgerlich. „Wir hatten einen guten Spielzug vor dem Elfmeter, sind dann aber zu viel auf zweite Bälle gegangen“, so der Cotrainer. Monetta: „Am Ende wollten wir den Punkt mitnehmen.“ „Das Ergebnis ist vom Spielverlauf her gerecht“, stellt Dudenhofens Trainer Rene Reichling fest. Er kritisiert, dass seine Mannschaft einige falsche Entscheidungen in aussichtsreichen Situationen getroffen habe. „Wir haben die Überzahl einfach nicht gut ausgespielt“, legt er den Finger in die Wunde und lobt den Einsatzwillen: „Die Körpersprache hat trotz Rückstand gestimmt.“

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