Fußball
Oberliga: Der FC Arminia Ludwigshafen und ein altes Problem
Ein wenig traurig steht Björn Weisenborn am Rande des Spielfeldes. Zwischendurch unterhält er sich mit Ralf Schmitt, dem Trainer des Oberliga-Konkurrenten SV Viktoria Herxheim, der ihn einst in Mechtersheim trainiert hatte. Nach einem halbjährigen Aufenthalt beim aktuellen Gegner FK Pirmasens wechselte Weisenborn im vergangenen Jahr zum FC Arminia Ludwigshafen.
Nach einem Kreuzbandriss ist er aktuell zum Zuschauen verdammt. Allerdings will er so schnell wie möglich wieder mit dem Ball arbeiten. „Es juckt. Nach der Zeit ohne Fußball will ich zurück aufs Feld“, erzählt er. Er muss sich jedoch noch ein wenig gedulden. An die kurze Zeit in Pirmasens, die nur eine halbe Saison währte, erinnert er sich nicht so gern. „Da war ich verletzt und hatte auch neben dem Spielfeld Probleme. Das ist aber vorbei“, lautet seine kurze Bilanz. Sein Fokus liegt auf der Rekonvaleszenz. Er will schnellstmöglich wieder fit werden.
Pirmasenser Probleme
Das Spiel der Arminen gegen den FK Pirmasens ist für ihn keine klare Angelegenheit. „Es war lange Zeit ausgeglichen. Wir haben eine junge Mannschaft, die eben auch Fehler macht. Das war beim 0:2 und 0:3 zu sehen“, verweist er auf die aus Sicht der Gastgeber unnötigen Gegentore. Und er hält auch ein Lob für die Gäste parat: „Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft. Die nutzen ihre Chancen eiskalt.“
„Wir haben auf eine Dreierkette umgestellt. Das hat Pirmasens vor Probleme gestellt“, stellt Arminias Trainer Chris Chorrosch fest. „Wir haben etwas gebraucht, um uns auf die taktische Umstellung der Arminia einzustellen. Das hatten wir so nicht erwartet“, erklärt sein Gegenüber, FKP-Trainer Daniel Paulus, warum seine Mannschaft 30 Minuten brauchte, um ins Spiel zu finden. Chorroschs Team war in dieser Spielphase die aktivere Mannschaft, Pirmasens reagierte nur.
Rückkehr des Fehlerteufels
Nach dem 0:1 durch Dennis Krob (39.) schlich sich der Fehlerteufel bei den Gastgebern ein, die sich um den verdienten Lohn brachten. Hasan Yalcinkayas Aussetzer bescherte Krob den Doppelpack (43.), der FKP-Stürmer verpasste anschließend einen Hattrick (45.+1).
„Wir brauchen wenig Chancen“, weiß auch Paulus um die Abgeklärtheit seiner Auswahl vor dem gegnerischen Tor. Und er freut sich über tolle Ausbeute: 35 Punkte aus 13 Spielen. „Allerdings müssen wir dranbleiben, der 1. FC Kaiserslautern II und der TSV Schott Mainz sind uns auf den Fersen“, warnt er vor den Verfolgern, die nur drei Punkte zurückliegen.
Anschluss fällt zu spät
Arminias Übungsleiter Chorrosch ärgert sich derweil über die hohe Fehlerquote. Dem 0:3 ging ein Stellungsfehler von Schlussmann Robin Schneider voraus. Ousmane Sannoh hatte daher keine Probleme, am Arminen-Torhüter vorbeizuziehen und das 0:3 (84.) zu erzielen. Zuvor hatte der FK Pirmasens souverän seinen Kasten verteidigt, die Gastgeber waren in der zweiten Hälfte lediglich mit einem Lattenkopfball von Wall Fall auffällig geworden. Und der Treffer zum 1:3 von FCA-Kapitän Nico Pantano fiel zu spät (88.), um noch eine Wirkung zu zeigen.
Zurück zu Björn Weisenborn: Er will wieder im kommenden Jahr auf den Rasen zurückkehren. Richtig angreifen wird der 29-Jährige, wenn seine Verletzung verheilt ist, wahrscheinlich jedoch erst in der kommenden Saison. „Wenn alles gut läuft, kann ich ab März vielleicht ein paar Spielminuten haben“, lautet seine vorsichtige Prognose. Dann spielt der FC Arminia Ludwigshafen unter anderem auch in Pirmasens.