Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: Arminia spielt zum Jahresabschluss zu Hause gegen Diefflen

Eine der Säulen in der Arminia-Defensive: Wal Fall ist gesetzt.
Eine der Säulen in der Arminia-Defensive: Wal Fall ist gesetzt.

Zum Jahresausklang will Oberligist FC Arminia Ludwigshafen mit einem Sieg gegen den FV Diefflen zurück ins Tabellenmittelfeld. Große Bedeutung kommt einem Spieler zu, der in der Hinserie zu den konstantesten Akteuren zählte.

So schlecht die Bilanz des FC Arminia bei den Partien in Diefflen ist, so gut ist sie in den Heimspielen. Von sechs Begegnungen gegen die Saarländer verloren die Schwarz-Weißen zu Hause nur eine. Daraus zu schließen, die Aufgabe am Samstag, 16 Uhr, wäre ein Selbstläufer, könnte den Gastgebern bitter aufstoßen. „Mit Fabian Poss, Chris-Peter Haase und Lukas Feka haben die Dieffler eine starke Offensive. Da müssen wir schon gewaltig aufpassen“, warnt Trainer Chris Chorrosch. Der FV Diefflen ist als Zehnter zwei Plätze besser platziert und hat bereits die 22 Punkte auf dem Konto, die die Rheingönheimer (19) anstreben.

Mit Siegen in Eppelborn (5:2) und gegen Idar-Oberstein (3:1) hat die Mannschaft des langjährigen Trainers Thomas Hofer zuletzt Boden gut gemacht und ist bester saarländischer Oberligist. „Ja, das wird eine knifflige Aufgabe. Wir haben uns aber geschworen, dass wir nach dem 2:1-Auswärtssieg in Mechtersheim nachlegen und diesen Sieg vergolden wollen. Wir haben es jetzt in der eigenen Hand, mit einem Polster auf die Abstiegsplätze in die Winterpause zu gehen“, betont der Übungsleiter. Nachdem die Arminia gegen die ersten Acht in der Tabelle in neun Aufeinandertreffen noch keinen Zähler geholt hat, ist es umso wichtiger, gegen die Teams aus der zweiten Tabellenhälfte zu punkten.

Ziel: 22 Punkte

„Es wäre zu schön, wenn wir mit 22 Punkten in die Rückserie gehen könnten. Damit und mit dem Erreichen des Verbandspokal-Halbfinals könnten wir sehr zufrieden sein, zumal das Team deutlich verjüngt wurde und immer noch sehr unerfahren ist“, verdeutlicht Chorrosch. Dazu müssen die Arminen aber die genannten Herren Poss, Haase und Feka in den Griff bekommen. Es kommt nicht von ungefähr, dass es nur vier Mannschaften in der Liga gibt, die mehr Tore als Diefflen erzielt haben. Das heißt im Umkehrschluss: Es wird jede Menge Arbeit auf die Defensive die Einheimischen zukommen.

Und da kommt Wal Fall ins Spiel. Der 32-Jährige hat eine komplizierte erste Saison beim FCA hinter sich. Drei Platzverweise und eine schwere Schulterverletzung warfen ihn weit zurück. Und so bestritt der Sohn einer Deutschen und eines Senegalesen nur 23 von 38 möglichen Oberligaspielen. Die meisten absolvierte er als defensiver Mittelfeldspieler. In dieser Runde agiert er jedoch ausschließlich als Innenverteidiger. Und dies mit nachhaltigem Erfolg. Die Arminia hat mit 36 Gegentoren die beste Defensive der Teams ab Platz acht. Dafür gibt es einige Gründe. Einer davon heißt Wal Fall.

Ein sachlicher Typ

„Diese Stabilität freut uns alle. Ich bin gelernter Innenverteidiger, und mir gefällt diese Position“, sagt der 32-Jährige. Mit seiner guten Antizipation, seiner Ruhe am Ball und dem guten Aufbauspiel trägt Fall viel zur Verbesserung der Abwehrarbeit bei. In 17 der bisherigen 19 Partien war er am Ball, stand 16 Mal in der Startformation und hat sich zum Leistungsträger aufgeschwungen. „Ich trage meinen Teil dazu bei“, sagt er bescheiden. „Wal kombiniert große Erfahrung, viel Konstanz und gutes Stellungsspiel. Er hat einen starken Defensivzweikampf, kann damit kleine Defizite in der Endgeschwindigkeit kompensieren und bringt immer seine Leistung“, beschreibt Chorrosch den Mann mit der Rückennummer 24.

Fall sei ein angenehmer, sachlicher Typ und kümmere sich um die jüngeren Spieler, die er besser mache. „Ich wäre froh gewesen, wenn mir als ganz jungem Spieler jemand Tipps gegeben hätte. Meine Erfahrung kann ich heute an die Jungs weitergeben. Und ich mache das gerne“, sagt Fall. Nicht so gerne denkt er an das Hinspiel in Diefflen zurück, als die Arminia eine schmerzliche 1:4-Pleite eingesteckt hatte. „Das war eine unserer schlechtesten Partien. Wir haben deshalb noch eine Rechnung offen und streben Wiedergutmachung an“, verdeutlicht der Innenverteidiger, der sich zum Führungsspieler entwickelt hat.

Wal Fall ist in Frankfurt aufgewachsen, spielte unter anderem für Wehen Wiesbaden in der 3. Liga, war beim 1. FC Nürnberg, dem SV Waldhof und beim österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau. „Meine erfolgreichste Zeit hatte ich zwischen 2016 und 2021 in der zweiten US-amerikanischen Liga“, blickt Fall zurück. Er lief für New York, im kanadischen Ottawa, das in den USA-Ligen eingegliedert ist, St. Louis und Oakland auf, wo er sogar Kapitän war, und bestritt knapp 200 Ligaspiele. Der Weitgereiste, der verheiratet ist, einen fünfjährigen Sohn und eine dreijährige Tochter hat, lebt mit seiner Familie in Weisenheim am Sand. Er arbeitet bei der Kreisverwaltung Bad Dürkheim im Abfallwirtschaftshof.

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