Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: Arminia siegt bei Aufsteiger Cosmos Koblenz

Tor und Assist: Arminias Steffen Straub (rechts) gegen Giuliano Masala.
Tor und Assist: Arminias Steffen Straub (rechts) gegen Giuliano Masala.

16 Saisonspiele sind bereits absolviert. „Ich weiß gar nicht, wie viele englische Wochen wir schon hatten“, sagt Ricardo Antonaci, Verteidiger von Arminia Ludwigshafen. Umso beruhigender, dass die Arminia im Auswärtsspiel bei Aufsteiger FC Cosmos Koblenz mit 2:1 (1:0) die Oberhand behielt.

In seiner Analyse zum Spiel brachte Arminia-Trainer Andreas Brill auf den Punkt, was am Ende ausschlaggebend für die Gäste war. Der FC Cosmos sei kein gewöhnlicher Aufsteiger, sondern eine Mannschaft mit hoher Qualität, „aber es braucht Zeit, bis Spieler zu einer Mannschaft werden“, so seine Erfahrung. Von der ursprünglichen Taktik, verstärkt auf Ballbesitz zu setzen, sei man derzeit abgerückt. „Es sieht nicht schön aus“, räumte Brill ein, „aber die Ergebnisse geben uns Recht.“ Auf fünf Partien in Folge ohne Niederlage beläuft sich die aktuelle Serie. „Weitere Siege einfahren und uns defensiv stabilisieren“, nennt Steffen Straub als nächste Ziele.

Trotz des engen Spielplans und der weiten Reisen gab es immerhin bei Antonaci Vorfreude auf die Partie im Stadion Oberwerth, kickte er doch einst zwei Jahre für die TuS. „Daher war das einzig Ungewohnte, sich in der falschen Kabine umzuziehen“, erklärte Antonaci mit einem Schmunzeln. Nach der Partie hielt er noch ein längeres Schwätzchen mit Gerrie Schoonewille, der seinerzeit im Nachwuchs der TuS als Trainer tätig war und aktuell zum Cosmos-Trainerteam gehört.

Cosmos noch nicht eingespielt

Cosmos präsentierte sich Mal um Mal schnell und quirlig. Je näher das Team aber dem gegnerischen Tor kam, umso mehr machte sich bemerkbar, dass man noch nicht eingespielt ist, dass die Rädchen noch nicht ineinandergreifen. „Wir hingegen sind als Team bereits zusammengewachsen“, betonte Straub, der drei Mal entscheidend in Erscheinung trat. Erst verwandelte er einen Freistoß aus spitzem Winkel, nur wenige Meter von der Eckfahne direkt (31.), später bereitete er ebenfalls mit einem ruhenden Ball den zweiten Treffer, den Noah Maier erzielte (76.), vor. Ein Aluminiumtreffer kam noch hinzu (65.).

Neben Straub war Kapitän Nico Pantano ein weiterer unermüdlicher Antreiber. Nach etwas mehr als einer Stunde ließ er sich abseits des Spielfelds den linken Oberschenkel massieren, ehe er weitermachte und bis in die Nachspielzeit durchhielt. Antonaci und Bastian Hommrich waren hineingerückt und ersetzten Gianluca Giannetta, Markus Schmitt und Jamie Tahedl. Der dritte Neue in der Startelf gegenüber dem 1:1 gegen RW Koblenz vom vergangenen Dienstag war Matteo Monetta. Er hatte weniger Glück: Bei einem Zusammenstoß mit Keeper Pascal Wiewrodt erlitt er einen Cut am Hinterkopf. Per Handyfoto, vom Physiotherapeuten geknipst, überzeugte er sich selbst von der Schwere der Verletzung. „Ein Weiterspielen mit Turban war nicht möglich und hätte auch keinen Sinn ergeben“, erklärte Brill. Aufgrund von Schwindelgefühlen wurde Monetta ins Krankenhaus gebracht.

Diesen Ausfall, das Gegentor nach der Pause, als Nazif Tchadjei zum 1:1 traf (48.) und manch weitere Angriffe der Gastgeber überstand die Arminia „mit Glück und Geschick“, wie Brill einräumte. Und da die aktuelle Woche keine „englische“ ist, besteht die Möglichkeit, im Training den Fokus wieder mehr in Richtung spielerischer Elemente zu verschieben. Mit den jüngsten Erfolgen im Rücken sollte das nicht schwerfallen.

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