Fußball
Oberliga: Arminia mangelt es an defensiver Stabilität
Nach der bitteren 0:7-Schlappe in Gonsenheim folgte beim bis dato sieglosen Aufsteiger FC Bitburg mit einer kaum erklärbaren 3:5-Pleite der nächste Nackenschlag. „Man kann immer Erklärungen finden, warum man ein Spiel verloren hat. Aber egal, was man sagt, fünf Gegentore in Bitburg und sieben in Gonsenheim, das geht gar nicht. Das darf einfach nicht passieren“, sagt FCA-Trainer Andreas Brill. Dass die Arminen keine richtig stabile Defensive haben, zog sich schon wie ein roter Faden durch die beiden vergangenen Spielzeiten, als der FCA 57 und 62 Gegentreffer einstecken musste. Jetzt sind nach acht Begegnungen bereits 24.
Das verwundert, wenn man sieht, wie viel Qualität und Erfahrung der FCA im hinteren Bereich aufweist. Vielleicht verändert sich ja künftig etwas, denn die Rheingönheimer haben kurz vor Beendigung der Transferzeit Sebastian Lindner zurückgeholt. Der 31-Jährige, der in Bensheim geboren wurde, hat in der Jugend beim FCK gespielt, danach für die zweiten Garnitur der Lauterer und den SV Waldhof 94 Regionalligaspiele bestritten. Beim FCA war der Defensivallrounder schon zweimal, 2017 bis 2019 und sechs Monate im Jahr 2020. In 65 Oberligaspielen für die Arminia erzielte er 17 Tore. Zuletzt war er Spielertrainer bei Olympia Lorsch und Co-Trainer beim 1. FC Kaiserslautern II.
Zwei Stammspieler kehren zurück
„Sebastian soll für größere Stabilität sorgen. Er ist ein Riesenverstärkung für uns und schon von Berufs wegen körperlich in einem guten Zustand“, sagt Brill über den Polizisten. Lindner, der sein letztes Spiel im April gemacht habe, stand 90 Minuten auf der Doppelsechs problemlos durch. Seine Verpflichtung ergibt nicht nur wegen der fußballerischen Klasse des früheren U16-Nationalspielers Sinn, sondern auch um den Abgang von Norichi Nomiya numerisch zu kompensieren. „Nori trainiert nicht mehr bei uns und geht vielleicht in seine japanische Heimat zurück“, verdeutlicht der Übungsleiter.
Die TSG Pfeddersheim feierte am vergangenen Samstag mit dem 3:2 gegen den FV Diefflen ihren ersten Saisonsieg. Seit über zwei Wochen gehen der Club und Coach Tobias Ehrenberg getrennte Wege. Just nach einem 3:3 gegen den FK Pirmasens. Der Nachfolger des früheren Ruchheimers ist Mario Cuc. Der ist bei der Arminia kein Unbekannter. In der ersten Oberligasaison des FCA 2011/12 bestritt der zuverlässige Außenverteidiger 28 Partien für die Rheingönheimer. Auch Nico Najda, Ryoji Matsumura und Rouven Amos, die im Kader der Pfeddersheimer stehen, trugen einst das schwarz-weiße Trikot.
„Die TSG hat Selbstvertrauen getankt. Da gilt es aggressiv dagegenzuhalten. Für uns gibt es keinen Schönheitspreis, es zählt nur das Ergebnis“, betont Brill. Er erwartet, dass die Führungsspieler vorangehen. Der Coach kann auf Nico Pantano und Wal Fall zurückgreifen, deren Sperren abgelaufen sind. Fraglich ist der Einsatz etlicher angeschlagener Akteure.