Ludwigshafen OB-Wahl: Zwei, drei oder doch bis zu fünf Kandidaten?

Mit Blick auf die Ludwigshafener Oberbürgermeister-Wahl stehen bisher zwei Bewerber fest: Jutta Steinruck (54, SPD), die bereits offiziell nominiert ist, und Peter Uebel (52, CDU), dessen Kür am 28. März reine Formsache ist. In den nächsten Wochen wird sich entscheiden, ob aus einem Duo vielleicht sogar ein Kandidaten-Quintett wird. AfD, FWG und Linkspartei wollen erst im März die Katze aus dem Sack lassen.

Wadle-Rohe aus dem Rennen

So gut wie sicher ist inzwischen, dass der unabhängige Kandidat Bernhard Wadle-Rohe aus dem Rennen ist, weil die OB-Wahl höchstwahrscheinlich am Sonntag, 24. September, parallel zur Bundestagswahl stattfindet. Am 23. Mai wird er 65 und hat damit die zulässige Altersgrenze erreicht. Dreikampf in der AfD Innerhalb der AfD zeichnet sich ein Dreikampf um die Bewerbung für die Nachfolge von Eva Lohse (CDU) ab, die heute ihren 61. Geburtstag feiert. Ein gebürtiger Ludwigshafener und zwei Parteivertreter aus Baden-Württemberg haben dem Kreisverbandsvorsitzenden Timo Böhme (53) zufolge ihr Interesse bekundet. Mit ihnen werden nun Einzelgespräche geführt. Im März will die AfD ein Ergebnis präsentieren. „Wenn wir einen OB-Kandidaten stellen, wollen wir auch gewinnen“, sagt Böhme, dessen Partei die SPD-Dominanz in Stadt und Land brechen will. Die FWG diskutiert noch Offen ist, wie sich die FWG entscheiden wird. „In unserem Verein wird noch über eine OB-Kandidatur diskutiert“, sagt Stadtratsfraktionschef Rainer Metz (58). Der letzte OB-Wahlkampf sei ihm noch „in schlimmer Erinnerung“. Die zwei Kandidaten der großen Koalition aus SPD und CDU seien für den Wähler keine wirklichen Alternativen gewesen. Nun befürchten die Freien Wähler, dass ein AfD-Mann im Herbst die einzige Option zur Rathaus-Koalition ist. Metz wünscht sich einen Bewerber aus dem bürgerlichen Lager. Seinen Angaben zufolge wird sich die FWG im März erklären, ob sie jemanden ins Rennen schickt. Linkspartei lädt Steinruck ein Die Linkspartei wiederum macht ihre Entscheidung auch von einem Treffen mit SPD-OB-Kandidatin Jutta Steinruck abhängig. Die Europaabgeordnete aus West ist zur Mitgliederversammlung am kommenden Samstag eingeladen. Unter den 100 Mitgliedern im Linken-Kreisverband können sich einige dem Vernehmen nach vorstellen, die 54-jährige Sozialdemokratin zu unterstützen. Ein eigener Kandidat sei aber noch nicht vom Tisch. Anders als bei FDP, der Alfa oder bei den Grünen, die jeweils auf einen OB-Kandidaten verzichten, weil sie sich keine Erfolgschancen ausrechnen und „Zählkandidaten“ ablehnen. Die Amtszeit des oder der neuen OB beginnt im Januar 2018. |ier

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