Ludwigshafen „Nicht jeder kann auftreten“

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Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ stellen sich am Sonntag bei einem Konzert im Frankenthaler Congress-Forum vor. Vereinzelt gibt es Kritik an der Auswahl derer, die auftreten. Beim Programm achte man neben der erreichten Punktzahl auf eine Mischung in Sachen Alter und Instrument, heißt es aus der Städtischen Musikschule Ludwigshafen, die den Regionalentscheid Vorderpfalz ausgerichtet hat

Knapp 200 junge Musiker aus Frankenthal, dem Kreis Bad Dürkheim, Ludwigshafen, dem Rhein-Pfalz-Kreis und Speyer stellten sich im Januar der „Jugend musiziert“-Jury in Ludwigshafen. 80 erste Preise wurden an dem Wochenende vergeben, 22 Solisten und 15 Ensembles kamen in die nächste Runde und nehmen am Landeswettbewerb teil, der von 30. März bis 2. April in Mainz ausgetragen wird. 25 Punkte, und damit die Höchstzahl, erreichten fünf Gruppen und sieben Solisten. Diese Zahlen veranschaulichen, welch eine Dimension der Wettbewerb auch in der Vorderpfalz hat. Mit einem Konzert am Sonntag in Frankenthal sollen alle erfolgreichen Teilnehmer der Region geehrt werden. Vorspielen wird an dem Abend allerdings nur ein Bruchteil der Nachwuchstalente. Zwölf musikalische Beiträge sind vorgesehen. „Nicht jeder kann auftreten. Das würde den Rahmen sprengen“, sagt Angela Bauer, Leiterin der städtischen Musikschule Ludwigshafen, die für die Programmgestaltung verantwortlich ist. Neben der Punktzahl und der Platzierung habe sie darauf geachtet, möglichst verschiedene Altersgruppen und Instrumente zu berücksichtigen. So sind an dem Abend unter anderem ein Akkordeon-Ensemble, Klavier- und Gesangssolisten sowie Streicher und Bläser zu hören. Nicht dabei sind die Schwestern Anne und Isabel Merger aus Frankenthal. Warum, das ist Vater Martin, der die Mädchen selbst auf der Violine unterrichtet, nicht ersichtlich. „Es gab beim gesamten Wettbewerb nur fünfmal 25 Punkte mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Davon dürfen vier beim Preisträgerkonzert spielen, nur unsere Kinder nicht“, sagt er. Das sei für seine Töchter sehr demotivierend, zumal die Auswahlkriterien nicht transparent seien. „,Jugend musiziert’ ist ein öffentlicher Wettbewerb, also müssten eigentlich alle gleich behandelt werden“, findet Merger. Er bedauert, dass seine Kinder auch sonst kein Auftrittsangebot bekommen hätten. „Die Musikschulen werden über Steuergelder hoch subventioniert, deshalb haben sie meiner Ansicht nach einen Auftrag für alle.“ Ziel sei ein abwechslungsreiches Programm, das auch nicht zu lange sein dürfe, sagt Bauer mit Blick auf das Konzert. Für die Auswahl der Teilnehmer spiele es keine Rolle, ob die Kinder in einer Musikschule oder privat unterrichtet werden. „Ich gehe rein nach den Ergebnislisten“, betont Bauer. So trete beispielsweise mit den Ludwigshafener Geschwistern Soo-Jin Rebekka (Violine) und Yoo-Sin Gabriel Hirsch (Violoncello) ein Duo auf, das keine Musikschule besuche. Termin Preisträgerkonzert „Jugend musiziert“ am Sonntag, 17 Uhr, im Congress-Forum Frankenthal. Der Eintritt ist frei. |soj

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