Ludwigshafen Neuer Trend: Alles in einen Topf schmeißen
«Dannstadt-Schauernheim.» Gerichte in einem Topf zu kochen, ist eine alte und weltweite Tradition. Aktuell werden die Ein-Topf-Gerichte als One-pot-cooking wiederentdeckt und modernisiert. Die Vielfalt der Rezepte ist groß und reicht von Brotaufstrichen über Hauptgerichte bis zu Nachspeisen. In Dannstadt haben die Landfrauen zu einem Kurs über die „Schnellen Gerichte aus einem Topf“ in die Küche der Kurpfalzschule eingeladen.
Am Kochtopf steht an diesem Abend Kursleiterin und Diätköchin Ulrike Meisel und hat sechs Rezepte aus der Broschüre des Landfrauenverbands mitgebracht. Bereits eine Stunde vor Kursbeginn bereitete sie mit den Landfrauen Ursel Härtel, Inge Koob und Madeleine Ritter alles vor. Da wurden alle Zutaten für die Gerichte geputzt und geschnippelt. Nach und nach treffen die 17 Kursteilnehmerinnen ein: „Wir sind mal gespannt, was auf uns zukommt, ich bin jetzt seit über 50 Jahren dabei, aber es gibt immer etwas Neues“, erzählt Helga Bartholome. Wer dachte, „One-pot-cooking“ hat was mit dem klassischen Eintopf zu tun, den musste die Kursleiterin enttäuschen. Hülsenfrüchte sind an diesem Abend die „Küchenstars“, sie seien günstig, gesund und gute Eiweißlieferanten, erläutert sie. Doch erste einmal geht es mit Fischbällchen, zubereitet im Tontopf, los. Die Teilnehmer erfahren vieles über Zutaten, Zubereitung, Varianten und Garzeiten. Beim Pürieren müsse man etwas Geduld haben, meint Ulrike Meisel, es dürfe aber ruhig etwas rustikaler sein, sprich: gröber werden. „Im Übrigen, wenn Sie ein Gericht das erste Mal auf den Tisch stellen, dann weiß ja keiner, wie es sein soll“, ermuntert sie Skeptikerinnen mit einem Schmunzeln. Kaum steht der Fischtopf im Ofen, ist der Partytopf mit Brötchenhaube dran (siehe „Rezept-Buch“), gefolgt vom Linsen-Kokoscreme-Brotaufstrich. Da der im Kühlschrank härten muss, hat die Kursleiterin kleine Portionen vorbereitet – zum Probieren. Währenddessen wird schon am Eierlikör-Tiramisu, der Nachspeise, gearbeitet. Schon ist der Fischtopf zum Probieren bereit. Bei der Zubereitung der Zitronennudeln ist dann Kreativität gefragt, da Zitronenreibe und Presse fehlen. Dann geht es Schlag auf Schlag mit den One-pot-Gerichten – und die Probierportionen der Damen werden immer kleiner. Denn: „Die Gerichte sind ganz schön sättigend“, stellt Madeleine Ritter fest. Dabei möchte noch die „Roten Bohnenpfanne“ verputzt werden, bevor die Teilnehmerinnen ihre Teller spülen, um den Nachtisch zu genießen.