Ludwigshafen Neuer Glanz zum Neunzigsten
«FUSSGÖNHEIM.»Mit einem Jubiläumsturnier feiert der Fahr- und Reitverein (FRV) Fußgönheim auf seiner kürzlich sanierten Anlage seinen 90. Geburtstag. Rechtzeitig vor Beginn des ersten Wettbewerbs am Donnerstag präsentiert sich die vereinseigene Anlage in neuem Glanz. Drei neue Plätze hat der Verein rund um den Springplatz errichtet. Damit gehört die Anlage zu den schönsten in Rheinland-Pfalz.
Heinz Orth und Architekt Olaf Geissler haben gerade alle Hände voll zu tun. In den vergangenen Tagen sind der Vorsitzende und sein Stellvertreter in jeder freien Minute auf der Reitanlage anzutreffen. Geißler gibt den Helfern letzte Anweisungen, um die Anlage fertigzustellen. „Wir sind im Plan, unsere Mitglieder haben unendlich viele Arbeitsstunden geleistet. Wir sind schon stolz auf die Anlage“, sagte Geissler. Er gilt als der Motor der umfassenden Sanierung, dem Vereinschef Heinz Orth blind vertraut. „Wir ziehen seit 15 Jahren an einem Strang und haben das Ziel, eine moderne und funktionstüchtige Anlage zu präsentieren“, sagt Orth. Während der Springplatz mit den Maßen bereits vor sieben Jahren grundlegend saniert wurde, hat man jetzt neuen Sand aufgebracht. Im Mittelpunkt stehen drei weitere Reitplätze, die den Mitgliedern Möglichkeiten zu Übungszwecken für den Dressur- und Springsport einräumen. Neben dem Springplatz und zwei Dressurplätzen verfügt der Verein jetzt über zwei Abreitplätze, die mit einem neuen Boden versehen wurden. Besonderes Augenmerk legte der Verein auf die komplette Installation der Leitungen von Strom und Wasser, aber auch auf die Entwässerung. „Bei Regen fließt das Wasser direkt ab in den Graben“, verweist Orth auf die Drainage, die man auf allen Flächen eingebaut habe. „Im Extremfall ist der Platz nach einer Stunde wieder trocken“, verdeutlicht der 66-Jährige. Sämtliche Arbeiten wurden laut Geissler vorwiegend in Eigenleistungen erbracht. „Es gibt Dinge, da sind Profis besser, und da haben wir Fachfirmen hinzugezogen“, erklärt Geißler. Im Hinblick auf das Jubiläum, das am Samstag, 19 Uhr, mit einem Galaabend, einer Pferdeshow und Reiterparty auf der Anlage gefeiert werden soll, hat die Vereinsführung keine Kosten gescheut. Rund 180.000 Euro wurden für die bisherigen Maßnahmen verausgabt. Ein Aufwand, der sich sehen lassen kann. So zählt der vor vier Jahren errichtete Richterturm, zugleich die Verwaltung des Vereins, ebenso wie das Reiterstübchen zum Herzstück des rührigen Vereins. Der FRV kann sich vorstellen, wieder höherklassige Meisterschaften auszurichten. „Uns ist es besonders wichtig, dass der familiäre Charakter und die Geselligkeit im Verein nicht zu kurz kommen“, sagt Orth. 41 Wettbewerbe mit 2000 Startplätzen stehen beim diesjährigen Jubiläumsturnier von Donnerstag bis Sonntag auf dem Programm. Bisher haben 640 Reiter mit 1308 Pferden ihren Start zugesagt. „Das hatten wir bisher noch nicht“, betont Orth und freut sich schon auf die ersten Wettbewerbe. Der Höhepunkt ist die Springpferdeprüfung der Klasse M am Samstag und Sonntagnachmittag. Zugleich finden auch die Qualifikationen zum Nürnberger Burg-Pokal der Junioren sowie zum Pfälzer Zukunftspreis in der Dressur statt.