Ludwigshafen
Neue Attraktion auf Abenteuerspielplatz
Zwar ist der kleine Tim Meyer, der von seiner Mutter Miriam an den Rand des neuen Wasserbeckens gehalten wird, erst neun Monate alt. Aber mit den Händen ins Wasser zu patschen, macht ihm ganz offensichtlich schon mächtig Spaß. In das auf Stützen stehende Becken können Kinder auf der einen Seite einfach Nachschub an Wasser hineinpumpen. „Hier können auch Kinder im Rollstuhl dran“, freute sich Carolin Grabs, Leiterin des Abenteuerspielplatzes am Freitag bei der Einweihung.
Über eine offene Rinne landet das Nass in einem Becken im Sandkastenbereich, wo die Kinder dann nach Herzenslust Matsch produzieren können. Eine neue Holzspielwand mit Fenstern und einige Balken zum Balancieren runden dahinter den neuen Kleinkinderspielbereich ab. Es sei der Wunsch von Bürgern gewesen, auf dem Abenteuerspielplatz auch für Kleinkinder mehr Spielmöglichkeiten zu schaffen, hieß es seitens der Stadtverwaltung.
Kosten von 177.000 Euro
So entstand die Idee eines inklusiven, barrierefreien Kleinkinderspielplatzes, auf dem behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen spielen können. Gemeinsam mit engagierten Mitgliedern der Bürgerinitiative Abenteuerspielplatz, dem Team des Büros „Sozialer Zusammenhalt“ sowie dem Planungsbüro Olschewski Landschaftsarchitekten konnte das Projekt in Oggersheim-West verwirklicht werden. Wie Sozialdezernentin Beate Steeg (SPD) sagte, handelt es sich um die letzte geförderte Maßnahme aus dem Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt“ in dem Quartier.
Nach Angaben der Stadt hat der Neubau des Kleinkinderspielplatzes 177.000 Euro gekostet. 90 Prozent der Kosten werden dabei von Bund und Land durch das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ getragen.
Freude, aber auch Wehmut
„Der Wasserspielplatz für die Kleinen lag uns sehr am Herzen“, betonte Steeg und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Ihre Freude mische sich mit etwas Wehmut, meinte sie. Denn dies werde die letzte Maßnahme im Rahmen des Förderprogramms in Oggersheim-West sein, das nun zehn Jahre laufe und 2022 definitiv beendet sei. „Wir können so etwas nur machen, wenn wir Unterstützung aus Förderprogrammen haben. Alleine kann die Stadt das nicht stemmen“, bedauerte die Dezernentin.
Nun ist das „Dichterquartier“ an der Reihe
Innerhalb des Förderprogramms seien Spielplätze auf Schulhöfen erneuert und etwas mehr Barrierefreiheit ins Quartier gebracht worden. Profitiert hat auch der 6000 Quadratmeter große Abenteuerspielplatz, der von einer Bürgerinitiative betrieben wird. Bereits im Jahr 2012 wurde mit Hilfe des Förderprogramms der Bau eines Spielhauses auf dem Gelände ermöglicht. Nun sei das „Dichterquartier“ an der Reihe, kündigte Steeg an.