Ludwigshafen „Natürlich ist man aufgeregt“

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Hier wird getüftelt, dort gefachsimpelt. Es herrscht geschäftiges Treiben im Feierabendhaus. Im Ausstellungsbereich des dreistöckigen Gebäudes tummeln sich gestern zahlreiche Besucher, studieren interessiert die Projekte oder unterhalten sich mit den 195 Nachwuchsforschern des Bundesfinales. Den meisten von ihnen gehen die Gesprächspartner nicht aus. „Wir haben eine Menge zu tun“, bestätigt etwa Frederic Jan Tausch (19) aus Hannover, der zusammen mit seinem 18-jährigen Kollegen Adrian Muminovic der interessierten Öffentlichkeit erklärt, was hinter ihrem „smarten Theaterlichtmanagement“ steckt. „Die Leute wollen wissen, was genau wir machen. Es ist manchmal schwierig, die komplexen Inhalte in wenigen Sätzen zu erklären“, räumt er ein. „Aber wir haben heute auch viele spannende Gespräche geführt.“ Wie mit Hermann Feise, der sich minutenlang angeregt mit den beiden Jungforschern unterhält. „Es ist wirklich toll, was die jungen Leute geleistet haben“, lobt er. „Viele der Projekte hier sind schon fast von universitärer Qualität, insbesondere im Bereich Chemie“, sagt der Ingenieur, der mit seinem Sohn durch die weitläufige Ausstellung schlendert. Begeistert zeigt sich auch Heike Bathke aus Oldenburg. Als Betreuerin einer Teilnehmerin ist sie zwar schon am Dienstag angereist, die Ausstellung durfte sie jedoch, wie die anderen Gäste, erst gestern besuchen. „Am meisten freut mich die Begeisterung der Teilnehmer für ihre Projekte“, sagt die angehende Biologie- und Chemielehrerin. „Sie schaffen es immer wieder, Wege zu finden, sich neben der Schule intensiv mit ihrem Thema auseinanderzusetzen.“ Das sei keine Selbstverständlichkeit, da manche Jungforscher auch einige „Hürden“ überwinden müssten. „An den Schulen gibt es bei Weitem nicht so viele Möglichkeiten für die Schüler, selbst zu forschen, wie ich es mir wünschen würde. Da muss man manchmal schon kreativ werden.“ Den Balanceakt zwischen Schule und der Teilnahme an „Jugend forscht“ kennt auch Theresa Angles aus Weimar, die das Hörvermögen von Musikern untersucht. Die 19-Jährige steckt mitten in der Abiturphase, am Montag steht die mündliche Prüfung an. Doch nicht nur vor der Reifeprüfung steigt bei ihr die Aufregung. Wie die anderen Teilnehmer auch, fiebert Angles der heutigen Siegerehrung entgegen. „Natürlich ist man da aufgeregt. Jeder, der was anderes sagt, macht sich etwas vor.“ Bevor die Bundessieger im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck gekürt werden, sind gestern Abend in der Mannheimer Maimarkthalle die Sonderpreise vergeben worden. Der Preis des Gastgebers ging an Felix Mende aus Frankfurt an der Oder, der den Antioxidantien-Gehalt in Äpfeln untersucht hatte. Der 18-Jährige darf sich nun auf einen dreiwöchigen Forschungsaufenthalt am BASF Innovation Campus in Shanghai freuen. Der Preis „Jugend schafft Chancen“ der BASF-Stiftung ging an Janning Meinert sowie die BASF-Auszubildenden Annabell Darr und Christian Abicht. Sie hatten im gemeinsamen Workshop der Stiftung und der Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ die besten Ideen zum Thema „erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit“. Die Sieger durften bestimmen, welches Projekt der Organisation sie mit den ausgelobten 10.000 Euro unterstützen: Sie entschieden sich für ein Grundschulprojekt auf den Philippinen. Heute Strassensperrung Heute wird die Leuschner- zwischen Anilin- und Karl-Müller-Straße wegen der Preisverleihung im Feierabendhaus von 9 bis 14 Uhr gesperrt. Die Buslinie 70 wird umgeleitet: Richtung Adolf-Kolping-Straße fahren die Busse ab 9.13 Uhr ab der Haltestelle Apostelkirche über Rohrlach-, Hemshof, Carl-Bosch- zur Haltestelle Rheinfeldstraße, danach geht es weiter wie üblich. Die Haltestellen Goerdelerplatz, Feierabendhaus und BASF Tor 1/2 werden während der Sperrung nicht bedient. Als Ersatz hält die Linie 70 an der Haltestelle BASF Süd, Zone A. In Fahrtrichtung Rathaus werden die Busse ab 9.46 Uhr ab der Haltestelle Tor 1/2 über Carl-Bosch- und Hemshofstraße zum Goerdelerplatz umgeleitet. Der Halt Goerdelerplatz entfällt. Dafür wird die Haltestelle BASF Süd, Zone E, bedient.

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