Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Mutterstadt: Gewichtheberin Nina Schroth kuriert Ellenbogenverletzung aus und plant ihr Comeback

Nina Schroth musste am Ellenbogen operiert werden. Statt Wettkämpfe sind jetzt Reha-Maßnahmen angesagt.
Nina Schroth musste am Ellenbogen operiert werden. Statt Wettkämpfe sind jetzt Reha-Maßnahmen angesagt. Foto: KUNZ

Es ist ein Wechselbad der Gefühle für die Gewichtheberin Nina Schroth vom AC Mutterstadt. Nach dem grandiosen Vize-Europameistertitel im Frühjahr in Georgien schwebte die 28-Jährige auf Wolke sieben. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio schien greifbar nah und war das große Ziel der Nationalheberin. Ende August ließ eine schwere Ellenbogenverletzung den Traum platzen.

Kürzlich wurde Nina Schroth in Mainz mit der Sportplakette des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Es ist die höchste sportliche Auszeichnung in unserem Bundesland. „Das kam schon etwas überraschend und freut mich unheimlich. Daran merkt man, dass die Erfolge in einer Randsportart öffentlich immer mehr wahrgenommen werden. Als Pfälzer Mädel bin ich unheimlich stolz darauf“, freut sich die in Lachen-Speyerdorf wohnende Athletin.

Nach der vor drei Jahren aus Verletzungsgründen verpassten Olympia Qualifikation für Rio de Janeiro wollte die mehrfache Deutsche Meisterin unbedingt im nächsten Jahr dabei sein. Beim Pokal der Blauen Schwerter in Meißen platzte der Traum. Im ersten Versuch im Reißen zog sich Nina einen Seitenbandabriss am Ellenbogen zu. Eine Operation folgte. Aus war der Traum für die seit frühester Kindheit Gewichthebende Schroth.

„Es ist schon frustrierend für mich. Zumal die Voraussetzungen mit Sport und Beruf dieses Mal hervorragend gepasst haben. Aber ich werde wieder aufstehen und mich nicht einfach so verabschieden“, beweist die Sparkassenangestellte Kämpferherz.

Schroth stehen intensive Rehamaßnahmen bevor

Die schon öfters zur besten deutschen Gewichtheberin ausgezeichnete Athletin des AC Mutterstadt will im nächsten Jahr wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Jetzt steht erst einmal eine intensive Rehamaßnahme ohne Training mit der Hantel bei Mike Steverding in Herxheim auf dem Programm.

Die U23-Europameisterin von 2013 kann sich durchaus vorstellen, über die zweite Mannschaft des ACM in der Zweiten Bundesliga den Weg ins Oberhaus zurückzufinden. „Ich bin sehr dem ACM sehr verbunden und würde mich dann gerne mit meiner Erfahrung in den Dienst der zweiten Mannschaft stellen. Wir sind in Mutterstadt eine klasse Truppe. Das macht richtig Laune“, sagt die bei der TSG Haßloch einst unter Hans Kühn groß gewordene Athletin.

Ziel ist die Deutsche Meisterschaft mit Mutterstadt

Dieses Engagement und die Motivation kommt natürlich sehr gut bei den Verantwortlichen des AC Mutterstadt an. „Nina ist eine Kämpferin und wird genauso wie vor drei Jahren wieder aufstehen. Wir wissen, was wir an ihr haben und hoffen auf eine starke Rückkehr“, glaubt der Sportliche Leiter Stefan Mohr an ein baldiges Comeback.

Auch wenn die Olympischen Spiele 2024 in Paris für Nina Schroth noch in weiter Ferne sind, möchte sie zumindest ein sportliches Ziel mit ihrem Verein erreichen: „Einmal Deutscher Meister mit dem AC Mutterstadt werden. Das wäre eine Entschädigung für so manche Entbehrungen in den vergangenen Jahren. Schade, dass ich erst einmal nicht dabei bin. Aber ich glaube, wir haben insgesamt wieder eine starke Staffel.“ Nina Schroth selbst wird fieberhaft an ihrer Rückkehr arbeiten.

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