Ludwigshafen Musikstücke aus der ganzen Welt

Das Jugendstreichorchester unter der Leitung von Hiltrud Wies mit Dominik Spoor (Mitte).
Das Jugendstreichorchester unter der Leitung von Hiltrud Wies mit Dominik Spoor (Mitte).

«Dannstadt-Schauernheim.» Das Streichvororchester, ein eigens für diese Gelegenheit zusammengestelltes Kammerensemble, und das Jugendstreichorchester der Musikschule des Rhein-Pfalz-Kreises haben in einem stilistisch abwechslungsreichen Orchesterkonzert im Zentrum Alte Schule ihr Können präsentiert.

Den Anfang machte das Streichervororchester unter der Leitung von Theresia Segeth-Durczok. Die Neun- bis Zwölfjährigen spielten vier kurze Stücke. Neben einer französischen Volksweise standen „Ecoissaisses“ von Franz Schubert, „Soldier’s March“ von Robert Schumann und „German Dance“ von Ludwig van Beethoven auf dem Programm. Hochkonzentriert blickten die 22 Jugendlichen vom ersten bis zum letzten Ton in die Noten und erhielten für ihre Darbietung viel Applaus. Eigens für das Konzert war ein Kammerensemble aus elf Musikern organisiert worden, die unter der Leitung von Hiltrud Wies das Brandenburgische Konzert Nr. 3 präsentierten. Bei diesem im Stil einer italienischen Ouvertüre komponierten Werk bewiesen einige der jungen Musiker ihre solistischen Fähigkeiten. Die kamen auch bei den Stücken des ebenfalls von Hiltrud Wies geleiteten Jugendstreichorchester zum Tragen. Bei dem Konzert für Altblockflöte, Streicher und Cembalo von Johann Christoph Schultze zeigte Jeannine Berghänel virtuos ihr Talent als Flötenspielerin. Bravo-Rufe und lang anhaltenden Applaus erhielt Cello-Solist Dominik Spoor bei einer Elegie von Gabriel Fauré. Als Dankeschön erhielt der Solist „einen Kuchen mit Seegang“, wie Hiltrud Wies, die neben der Orchesterleitung auch als Moderatorin durch das Programm führte, schmunzelnd erläuterte. Hintergrund sei, dass das Orchester bei den Proben des Stückes stets an ein aufgewühltes Meer gedacht habe. „Nun kommt der unterhaltsame Teil“, leitete Hiltrud Wies den Schlussteil ein, der brasilianischen Rhythmen gewidmet war. „Bossa Verde“ und „Bossa Roja“ von Bert Ligon entführten das Publikum mit ihren ansprechenden Klängen in die 50er und 60er Jahre der brasilianischen Kultur. Den Schluss bildete „Choros No. 1“ von dem wohl bekanntesten brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos – ein eigentlich für Gitarre komponiertes Stück. Bei den drei letzten Programmpunkten ergänzten Laurin Gerd, Tom Markotten, Jan Halbgewachs, Fynn Kelleter und Mario Maradei Gonzales am Schlagzeug und mit Rhythmusinstrumenten das Streichorchester und unterstützten damit das südamerikanische Musikgefühl. Als Dank und Zugabe spielte das Jugendstreichorchester nochmals einen kurzen Abschnitt aus „Bossa Verde“ und verabschiedete sich damit auch von seinem Kapellmeister Daniel Wies, für den es das letzte Konzert mit dem Orchester war.

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