Böhl-Iggelheim
Musical „Judith“: Chor TonArt sucht Mitsänger für Aufführung in SAP-Arena
Die Premiere des Musicals „Judith und das Wunder der Schöpfung“ fand Ende Februar in Dortmund statt. Dort wurde das Ensemble von einem gewaltigen Chor mit rund 3000 Sängern unterstützt. Chöre aus ganz Deutschland waren dazu ins Ruhrgebiet gereist – darunter auch der Chor TonArt aus Böhl-Iggelheim. „Es war eine großartige Erfahrung, Seite an Seite mit so vielen engagierten Menschen zu singen“, sagt Chorleiter Karsten Klehr.
Die Böhl-Iggelheimer werden wieder dabei sein, wenn das Musical am 31. Januar 2027 in der SAP-Arena in Mannheim gastiert. Denn für „Judith“ werden an jedem Aufführungsort regionale Projektchöre mit bis zu 2000 Sängern gebildet. Um auch denjenigen, die nicht dauerhaft in einem Chor singen möchten, dieses Erlebnis zu ermöglichen, lädt TonArt Interessierte ein, an dem Projekt teilzunehmen.
Zwischen Hoffnung und Zukunftsangst
Eine Mitgliedschaft sei nicht erforderlich, sagt Klehr. „Man muss sich aber bei der Stiftung Creative Kirche anmelden und die Noten bestellen“, erklärt er. Die Stiftung mit Sitz in Witten hat schon mehrere Chormusicals und Pop-Oratorien realisiert. Unterstützt wird sie von der Evangelischen Kirche.
„Die Geschichte selbst ist sehr losgelöst vom religiösen Hintergrund“, sagt Klehr. In dem Stück geht es um Judith, eine junge Frau, die zwischen Zukunftsangst, Klimakrise und ihrer Schwangerschaft ihren Platz in der Welt sucht. Ihre Beziehung zu Ammo sorgt für Konflikte. Der Familienzwist wird im Musical ebenso thematisiert wie die großen Krisen in der Welt.
„Die Sänger werden auch zu Demonstranten“, verrät Klehr. Das Musical geht der Frage nach, wie die Menschen trotz Überforderung und Unsicherheit einen gemeinsamen Weg finden können, um eine tragfähige Zukunft zu ermöglichen. „Die Kernbotschaft ist: Miteinander statt gegeneinander“, so der Chorleiter.
Aufwendige Inszenierung
Ihn hat bei der Premiere vor allem die Inszenierung begeistert. „Bei der Aufführung wird durch verschiedenfarbiges Licht eine ganz besondere Stimmung erzeugt“, berichtet er.
Verantwortlich für „Judith und das Wunder der Schöpfung“ ist ein fünfköpfiges Kreativteam, zu dem auch Musikproduzent Michael Herberger gehört, der seit 2022 Geschäftsführer der Popakademie in Mannheim ist und zu den Gründungsmitgliedern der „Söhne Mannheims“ gehörte. Drehbuch und Libretto stammen von Kevin Schroeder. Und das Songwriting-Trio Laura Diederich, Ilja Krut und Johannes Pinter hat moderne Texte und kraftvolle Musik geschaffen, die sowohl das Publikum als auch die Chorsänger mitreißen.
Bewegende Stimmkraft
Für TonArt ist es bereits die vierte Produktion der Stiftung Creative Kirche, an der der Chor mitwirkt. „Mir macht es einfach Spaß, in dieser Riesenmeute zu singen“, erklärt Klehr. Durch die große Sängeranzahl entstehe eine enorme Stimmkraft.
Die Idee, den eigenen Chor für die Aufführung in der Mannheimer SAP-Arena zu erweitern, sei nach der Premiere in Dortmund entstanden. „Es ist eine tolle Erfahrung, mal eine professionelle Produktion mitzumachen“, wirbt Klehr. Mindestens 13 Stücke würden gemeinsam mit dem riesigen Chor gesungen. „Es ist ganz viel Gospel, es geht aber auch in die Pop-Richtung“, sagt der Böhler.
Hörproben und Einblicke in die Inszenierung finden sich auf der Homepage der Stiftung Creative Kirche unter www.chormusicals.de. Dort können sich Interessierte auch für das Projekt anmelden und die Noten bestellen. Die Proben bei TonArt beginnen dann im August. Voraussetzung ist in erster Linie die Freude am Singen in der Gemeinschaft. Klehr versichert: „Man muss kein perfekter Sänger sein, um mitzumachen.“
Noch Fragen?
Für „Judith“ wird alle 14 Tage jeweils freitags um 18.30 Uhr im protestantischen Gemeindehaus (Schulstraße 36) in Böhl geprobt. Weitere Informationen gibt es unter tonart-im-netz.de oder bei Karsten Klehr per E-Mail an chorleiter@tonart-im-netz.de.