Ludwigshafen Moldoveanu schließt Rückkehr nicht aus

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«LUDWIGSHAFEN.»Arminia Ludwigshafen, Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga, erwartet am Samstag, 15 Uhr, den ASV Winnweiler, der den Abstieg kaum noch vermeiden kann und nach drei Jahren in dieser Spielklasse künftig wohl wieder in der Landesliga West spielen wird.

Das Führungsduo der Verbandsliga, der FCA und Hassia Bingen, hat nach der Winterpause schon kräftig Federn lassen müssen. Zuerst strauchelten die Rheingönheimer gegen den FK Pirmasens II (0:0), dann kam die Hassia in Winnweiler nicht über ein 2:2 hinaus, während die Arminia in Zeiskam 1:1 spielte. Es folgten Heimniederlagen für Bingen (1:2 gegen Fußgönheim) und die Schwarz-Weißen (2:4 gegen Speyer) und schließlich mussten sich die Binger mit einem 0:0 in Rieschweiler begnügen. Diese Punktverluste verbesserten die Ausgangslage des Tabellendritten RWO Alzey enorm. Allerdings haben die Rheinhessen noch jede Menge Nachholspiele auszutragen. „Ich höre immer wieder, dass Alzey uns überholt, wenn die Mannschaft alle Nachholspiele gewinnt. Aber diese Punkte muss man erst einmal holen“, bleibt Arminia-Trainer Maik Unfricht gelassen. In der Verbandsliga müsse man jeden Gegner ernst nehmen, um ein böses Erwachen zu vermeiden. Beim 2:0-Erfolg in Rüssingen stellte der Coach das System um. „Der Platz dort ist sehr klein, da habe ich mit Dreierkette gespielt, zumal mir der erkrankte David Braun gefehlt hat“, erklärt Unfricht. Da das Team aber zu wenige Szenen vor dem gegnerischen Tor hatte, kehrte er in der zweiten Hälfte zur gewohnten Sturmformation zurück. Und weil Jan Rillig gegen Ende angeschlagen raus musste, modifizierte der Übungsleiter die taktische Ausrichtung erneut. Mit dem 2:0 habe das Team die richtige Antwort auf die Niederlage gegen Speyer gegeben. Personell sieht es wieder besser aus. Nico Pantano ist schmerzfrei und hielt 76 Minuten durch, und für Außen Jannik Styblo reichte es für einen Kurzeinsatz. 0:9 in Rieschweiler, 1:5 beim abgeschlagenen Schlusslicht Herschberg – die beiden letzten Auftritte des Ludwigshafener SC können nur noch als peinlich bezeichnet werden. „In Herschberg waren wir wegen der Roten Karte für Ali Aydin nach drei Minuten quasi das gesamte Spiel in Unterzahl. Aber ich will nicht nach Ausreden suchen oder die Lage schönreden“, betont Bernd Fröhlich, der mit Erik Rehhäußer ein Spielertrainer-Duo bildet. Auch wenn es mitunter fußballerisch ordentlich gewesen sei, habe es doch deutliche Mängel in der Rückwärtsbewegung gegeben. „In den restlichen Partien müssen wir sehen, dass wir uns nicht blamieren“, gibt der Innenverteidiger die Losung für die letzten acht Verbandsligaspiele aus. Den Auftakt macht die Partie gegen Eintracht Bad Kreuznach, die am Sonntag erst um 16 Uhr beginnt. „Mentalität und Respekt untereinander sind verloren gegangen. Das ist sehr schade. Mir fehlen momentan die Motivation und der Spaß am Fußball“, erklärt Robert Moldoveanu seinen vorläufigen Rückzug. Der 25-jährige Torjäger war in der vergangenen Saison mit zehn Toren in elf Partien die Lebensversicherung des LSC. Dazu erzielte der erst im Winter gekommene Moldoveanu beide Treffer beim 2:1-Sieg in Entscheidungsspiel gegen Rodenbach. „Von August bis Dezember absolviere ich ein Auslandssemester in Paris“, informiert der Rumäne. Danach werde man sehen, was passiert. „Ich will nicht ausschließen, dass ich nach meiner Rückkehr wieder für den LSC spielen werde“, sagt Moldoveanu. Der ASV Fußgönheim hat nach der Winterpause vier Auswärtsspiele bestritten und dabei zehn Punkte geholt. Zuletzt gab es einen 2:0-Erfolg in Rieschweiler, obwohl die Ausfallliste enorm lang war. „Wir haben 20 Minuten gebraucht, bis wir uns gefunden hatten, dann haben wir auf Konter gesetzt und eine starke Leistung abgeliefert“, freut sich Trainer Jan Kamuf. Platz fünf und neun Punkte Abstand zu den Abstiegsplätzen sind der Lohn für den ASV. „Vor der Saison haben wir viele Leistungsträger verloren, in der Winterpause noch einmal zwei. Das aufzufangen, ist top“, lobt Kamuf sein Team, dem in Rieschweiler außerdem sieben erkrankte oder verletzte Stammspieler gefehlt haben. Von diesen werden wohl Niclas Loch, Steffen Euler und Meridon Haxhijaj am Samstag, 16 Uhr, beim FK Pirmasens II wieder zur Verfügung stehen. FK Pirmasens II, da war doch etwas? Richtig, in der Vorrunde spielten die Westpfälzer den ASV förmlich an die Wand und siegten locker 3:0. „Das haben wir nicht vergessen und wollen im Rückspiel etwas geraderücken“, verdeutlicht der Trainer. Gut möglich, dass dem ASV dies gelingt, denn es ist ein Auswärtsspiel, und auswärts sind die Fußgönheimer derzeit richtig gut drauf.

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