Handball RHEINPFALZ Plus Artikel mHSG Friesenheim-Hochdorf braucht Sieg gegen Dutenhofen-Münchholzhausen

Patrick Friedmann (links) glaubt an den Klassenverbleib.
Patrick Friedmann (links) glaubt an den Klassenverbleib.

Noch zwei Spieltage stehen für die mHSG Friesenheim-Hochdorf in der Dritten Liga an. Im Kampf um den Klassenverbleib helfen dabei nur zwei Siege weiter. Den ersten davon will die Mannschaft von Trainer Gabriel Schmiedt im Heimspiel am Samstag gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen landen.

Die mHSG hat sich selbst unter Druck gesetzt. Schon ein Punktgewinn gegen den TV Gelnhausen hätte vor dem Saisonendspurt reichlich Dampf aus dem Kessel gelassen. Am Ende stand eine 30:31-Heimniederlage, die sich die Gastgeber zum Großteil selbst zuzuschreiben hatten. Lange habe man sich trotzdem nicht mit der Niederlage befasst, versicherte Patrick Friedmann. Der 21-jährige Linksaußen ist hinter Mihailo Ilic zweitbester Torschütze der mHSG. „Wir haben uns nur am Dienstag für die Fehleranalyse noch einmal Szenen aus dem Spiel angeschaut.“ Die Lösung sei dabei eigentlich relativ einfach: „Wir hatten am Ende zu viele technische Fehler.“

Diese dürfen sich die Gastgeber am Samstag gegen die zweite Mannschaft von Bundesligist HSG Wetzlar (TVH-Sportzentrum, 19 Uhr) nicht noch einmal erlauben. Deshalb sei auch die Videoanalyse im Anschluss wichtig gewesen. „Aber ansonsten geht unser Blick klar nach vorne. Wir wollen diese beiden Siege“, sagt Friedman. Viel müsse die Mannschaft gegenüber der Vorwoche laut Friedmann nicht verändern: „Dutenhofen hat ebenfalls ein gutes Tempospiel. Deshalb brauchen wir wieder ein gutes Rückzugsverhalten.“

mHSG muss auf Tim Rüdiger achten

Einziger, nicht ganz unwichtiger Unterschied: „Gelnhausen kam stärker über links. Die HSG spielt eher über die rechte Seite.“ Hier startet in der Regel Tim Rüdiger durch – mit 132 (128/4) Toren aktuell fünftbester Werfer der Liga. Ihn haben die Gastgeber auf der Rechnung.

Im Gegenzug wird auch Friedmann für die Gäste kein Unbekannter sein, auch wenn er selbst mit seiner Ausbeute in den letzten Spielen nicht wirklich zufrieden war. „Ich selbst habe mich zuletzt eigentlich ganz gut gefühlt, aber unser Spielkonzept war weniger auf die Außen ausgelegt.“ Viel eher habe er Platz geschaffen für die Durchbrüche der Rückraumspieler. Es ist damit auch ein Stück weit sein Verdienst, dass Ilic ihn in der internen Torjägerliste überholt hat.

Muth steht wieder zur Verfügung

Doch letztlich sei es egal, wer die Tore macht. Die gesamte mHSG ist erneut als Mannschaft gefordert – wohl ohne Verstärkungen aus dem nahezu gleichzeitig spielenden Eulenkader. Für Friedmann kein Problem. „Das hatten wir diese Runde ja auch schon häufiger und trotzdem gepunktet – zum Beispiel in Saarlouis.“ Und mehr Alternativen als zuletzt sind ohnehin mit dabei. Yannick Muth hat nach überstandener Krankheit wieder mittrainiert und steht als Alternative in der Rückraummitte zur Verfügung. „Ansonsten wird es wohl der Kader aus der Vorwoche werden.“ Ein Kader mit viel Siegeswillen. „Wir wissen, dass wir noch alle Chancen auf den Klassenverbleib haben“, so Friedmann. „Totgesagte leben länger.“ Und Siege helfen dabei.

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