Handball
Mex Raguse kommt als Wunschspieler zu den Eulen
Bereits im Februar gaben die Eulen Ludwigshafen den Wechsel von Mex Raguse als erste Verpflichtung für die neue Saison bekannt. Raguse hat einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Handball-Zweitligisten unterschrieben.
Der halblinke Rückraumspieler vom VfL Lübeck-Schwartau war der Wunschspieler von Trainer Michel Abt. Allerdings hat Abt bekanntlich nach der Runde den Verein verlassen. Diese Entscheidung überraschte natürlich auch den neuen Hoffnungsträger. „Klar hatte mich das nach den guten Gesprächen überrascht. Es wird bestimmt dafür Gründe gegeben haben. An der Perspektive für mich bei den Eulen hat sich ja nichts geändert. Die Motivation hier zu spielen und etwas zu erreichen, ist sehr groß“, erklärt Raguse.
Aus der Berliner Kaderschmiede
Gute Gespräche hat der 23-Jährige zwischenzeitlich auch mit dem neuen Coach, Johannes Wohlrab, geführt. Der gebürtige Berliner, der als C-Jugendlicher in die Talentschmiede der Füchse Berlin um Bob Hanning kam und mit der B- und A-Jugend deutsche Meistertitel feierte, freut sich auf die neue sportliche Herausforderung fernab der Heimat. Nach vier erfolgreichen Jahren beim VfL Lübeck-Schwartau will der wurfgewaltige Rechtshänder den nächsten Schritt in der Karriereleiter gehen.
Das traut ihm auch Trainer Wohlrab zu: „Ich kenne Mex natürlich auch als ehemaliger Hüttenberger Coach und wollte ihn schon dorthin holen. Jetzt bin ich froh, dass wir in Ludwigshafen zusammenarbeiten. Er wird der Mannschaft mit seinem Potenzial weiterhelfen.“
Von 9 auf 8
Mit einem Gardemaß von 1,96 Meter und 96 Kilogramm Körpergewicht bringt der dreimalige Junioren-Nationalspieler ideale körperliche Voraussetzungen als Handballer mit. „Für mich ist Mex ein kompletter Spieler, der gut aus der zweiten Reihe werfen kann und sich auch im Eins-gegen-Eins-Verhalten durchsetzt. Auch in der Deckung ist er eine Bank“, hält Wohlrab große Stücke auf ihn.
In Lübeck spielte Mex Raguse im Trikot mit der Nummer 9. Die ist in Ludwigshafen durch Marc-Robin Eisel belegt. Zukünftig wird der BWL-Student, der noch in Berlin an der Hochschule eingeschrieben ist und dort auch die Klausuren absolviert, die Rückennummer 8 tragen.
Eulen setzen sich gegen Konkurrenz durch
Nach der Zeit bei den Füchsen Berlin ging Raguse 2018 zum Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen und landete ein Jahr später beim VfL Lübeck-Schwartau. Die Lübecker hätten den auslaufenden Vertrag nach vier Jahren gerne mit ihm verlängert. Als Führungsspieler erzielte Raguse bei über 100 Einsätzen immerhin rund 300 Tore für den VfL.
Doch das Rennen um den talentierten Halblinken machten schließlich die sich sehr um ihn bemühenden Eulen. „Uns freut, dass wir Mex von unserem Plan überzeugen konnten. Auch angesichts seines noch jungen Alters sehen wir in ihm einen Spieler mit noch viel Entwicklungspotenzial“, sagt Geschäftsführerin Lisa Heßler über den Wunschspieler.
Linke Seite gut aufgestellt
Von Anfang an Verantwortung auf „seiner Schokoladenseite“, dem linken Rückraum, übernehmen – das möchte Mex Raguse bei den Eulen, wo er sich gleich vom ersten Tag an gut aufgenommen und wohl gefühlt hat. Das Trainingslager in Tirol diente jetzt dem Kennenlernen und um die konditionelle Grundlage für eine erfolgreiche Saison zu schaffen. Zusammen mit Julius Meyer-Siebert, Mihailo Ilic und Sebastian Trost, der auch in der Mitte spielen kann, sieht Raguse die linke Seite richtig gut besetzt. Auch wenn Mex mit „seiner Keule“ aus dem Rückraum den Unterschied ausmachen kann, steht das Team für den Sportsmann immer im Vordergrund.
In den nächsten Tagen soll endlich eine Wohnung in Friesenheim bezogen werden. Dann wird auch immer mal wieder sein Hund, ein Retromops, zu Besuch sein. Aktuell befindet sich „Mio“ noch bei der Freundin im hohen Norden. Das Spazierengehen mit dem Hund gehört zu Raguses Hobbys. Bestimmt werden Herrchen und „Mio“ dann auch die eine oder andere Runde im Ebertpark drehen.