Ludwigshafen Meteorit aus dem Schillerhaus: Wer weiß, wo er geblieben ist?

Weil der Meteorit nicht in Privatbesitz bleiben konnte, stifteten ihn die Finder dem Oggersheimer Schillerhaus. Dort konnte er i
Weil der Meteorit nicht in Privatbesitz bleiben konnte, stifteten ihn die Finder dem Oggersheimer Schillerhaus. Dort konnte er in einer Vitrine bewundert werden.

Ein Meteorit, der im Heimatmuseum Oggersheim ausgestellt war, dort aber nicht mehr steht – so beschrieb Reinhold Zeh sein Anliegen, mit dem er sich an die RHEINPFALZ wandte.

Sein Ziel: Herausfinden, was aus dem wertvollen Stück Stein kosmischen Ursprungs geworden ist. Gefunden worden sei es Ende der 1950er-Jahre, berichtet der Mutterstadter. Ein Klassenkamerad aus Oggersheim habe es bei Grabungsarbeiten in seinem Garten an der Verschaffeltstraße entdeckt und mit in die Schule gebracht. „Extrem hart, etwa 15 bis 20 Zentimeter groß, silbern-metallisches Aussehen“, beschreibt Zeh das Fundstück, bei dem damals niemand so recht wusste, um was genau es sich eigentlich handelte.

Auch verschiedene Tests eines Lehrers der Oggersheimer Adolf-Diesterweg Schule – zum Einsatz gekommen seien unter anderem Flusssäure und ein Hammer – hätten keine neuen Erkenntnisse gebracht. Mit der Vermutung, es könnte sich um einen „Himmelsgegenstand“ handeln, habe man das mysteriöse Fundstück schließlich nach München an die Universität geschickt. Das erstaunliche Ergebnis: „Es handelte sich um einen Meteoriten“, sagt Rheinhold Zeh. Sogar ein entsprechendes Gutachten sei beigefügt worden.

Weil der Meteorit nicht in Privatbesitz bleiben durfte, sei er dem Oggersheimer Schillerhaus gestiftet worden. „Dort sind wir Buben immer wieder hingegangen und haben uns den ausgestellten Meteoriten in einer Vitrine angeschaut“, erzählt Zeh. Bis zur Renovierung des Museums vor etwa 20 Jahren sei dies definitiv möglich gewesen – doch heute fehle von dem erstaunlichen Fundstück jede Spur.

Jegliche Suche bislang ohne Ergebnisse

Recherchen hätten ergeben, dass sein Finder inzwischen verstorben ist. Dessen Sohn habe leider keine Kenntnis von dem damaligen außergewöhnlichen Fund, berichtet Zeh weiter. Die RHEINPFALZ hat sich deshalb bei Mitgliedern des Heimatkundlichen Arbeitskreises Oggersheim (HAKO) und bei der Leiterin des Stadtmuseums, Regina Heilmann, nach dem Verbleib des Meteoriten erkundigt. Doch jegliche Suche im hauseigenen Archiv sowie Anfragen bei verschiedenen Museen in der Pfalz haben bislang keine weiteren Hinweise liefern können.

„Meinen früheren Schulfreunden und mir ist es sehr wichtig, dass wir über den Verbleib des Meteorits Bescheid bekommen“, sagt Reinhold Zeh. Vielleicht haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, Informationen zu diesem wertvollen Fundstück? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an redlud@rheinpfalz.de.

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