Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Mamone darf bei Fußgönheim wieder zentral ran

Kapitän Gianluca Mamone glaubt an das Potenzial beim ASV.
Kapitän Gianluca Mamone glaubt an das Potenzial beim ASV.

Fußball-Verbandsligist ASV Fußgönheim steht vor einem Schlüsselspiel. Am Sonntag, 15.30 Uhr, tritt die Mannschaft bei Aufsteiger TSG Bretzenheim an. Der Neuling holte aus sieben Partien acht Zähler.

„Wir haben zwar gegen Rüssingen zurecht verloren, uns aber nach der Pause aufgerappelt und Moral bewiesen. Das war besser als bei der Partie in Baumholder“, hat ASV-Trainer Fisnik Myftari einen positiven Aspekt gefunden. Der Glaube an sein Team ist da, ebenso vertraut er seinen Leistungsträgern, wie beispielsweise Kapitän Gianluca Mamone. „Gianni war erkrankt und in Urlaub, hatte drei Partien verpasst. Aber ich habe mich für ihn entschieden und ihn damit gestärkt“, erklärt der Coach, warum er seine Nummer 7 von Beginn an nominierte.

Mamone sei ein ganz wichtiger Mann im Gefüge des ASV, der mit mehr Spielpraxis und Rhythmus an seine alte Leistungsstärke anknüpfen werde. Mit der Nominierung seines Spielführers unterstrich Myftari dessen hohen Stellenwert. Mamone selbst redete nach der Partie gegen Rüssingen nicht lange um den heißen Brei herum und wählte klare Worte: „Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt, offensiv hatten wir zu wenige gute Aktionen. Der Gegner hätte zur Pause deutlich höher führen müssen.“

Aber auch dem 26-jährigen Mittelfeldspieler, der seit vier Jahren beim ASV und damit der dienstältester Akteur ist, ist nicht entgangen, dass das Team nach Wiederbeginn eine Reaktion gezeigt hat. „Die zweite Hälfte war wesentlich besser, wir hatten mehr Spielanteile“, betont Mamone. Er glaubt, dass Potenzial und Substanz in der Mannschaft ausreichen, um in der Liga zu bleiben. „Ich bin sicher, wir steigen nicht ab, wenn wir an den Fehlern arbeiten und mehr investieren“, verströmt der Kapitän Optimismus.

Ein echter Allrounder

Gianluca Mamone ist gelernter Flügelstürmer, hat aber auch schon rechter Verteidiger und im Angriff gespielt – ein Allrounder also. Er ist froh, dass er gegen Rüssingen wieder sein Kerngebiet, das zentrale Mittelfeld beackern durfte. „Da ist man mehr ins Spiel eingebunden und hat mehr Ballkontakte“, erklärt der in Lörrach geborene Deutsch-Italiener. Seine Eltern – die Mutter ist Deutsche, sein Vater stammt aus Kalabrien – zogen früh nach Alzey. Der kleine Gianluca begann beim TuS Wörrstadt mit dem Fußball, spielte später beim TSV Schott Mainz, für den er sechs Oberligaspiele bestritt. Über die Stationen Wormatia Worms und RWO Alzey, wo er lange verletzungsbedingt ausfiel, kam er 2019 nach Fußgönheim.

Da seitdem zwei Spielzeiten wegen der Corona-Pandemie abgebrochen wurden, bestritt Mamone bislang „nur“ 46 Verbandsligaspiele für den ASV Fußgönheim, in denen ihm vier Treffer gelangen. Und wie ist das nun mit seiner Paraderolle im zentralen Mittelfeld, wo seine Laufstärke am besten zum Tragen kommt? „Er bleibt auf dieser Position“, legt sich ASV-Trainer Myftari fest. Ein kleiner Zusatz kommt aber noch vom Übungsleiter: „Zumindest bis Meridon Haxhijas Sperre abgelaufen ist. Dann werden wir weitersehen.“

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