Ludwigshafen Macht Berrafato weiter oder hört er auf?
LUDWIGSHAFEN. Fußball-Oberligist Arminia Ludwigshafen hat mit dem 4:2-Erfolg in Jägersburg die passende Antwort auf die unglückliche Niederlage gegen Elversberg II gegeben. Den Aufwärtstrend gilt es heute, 15 Uhr, im Heimspiel gegen den FSV Salmrohr zu bestätigen.
Der akut abstiegsgefährdete FSV hat in der vergangenen Woche mit einem 0:0 gegen Tabellenführer TuS Koblenz aufhorchen lassen. „Das wird ein hartes Stück Arbeit. Wir dürfen Salmrohr nicht am Tabellenplatz messen“, fordert Trainer Frank Hettrich. Der Coach hat sich Videomaterial über den von Ex-Profi Paul Linz trainierten FSV besorgt und den Gegner studiert. Seine eigene Mannschaft hat in Jägersburg erstmals seit dem 29. November 2014 wieder vier Tore in einer Partie erzielt. „Trotzdem können wir uns im Abschluss verbessern. Nicht immer hilft uns der gegnerische Torhüter wie in Jägersburg“, weiß der Coach. Nötig dafür seien mehr Anspieloptionen für den Passgeber, der seinerseits eine höhere Präzision beim Abspiel an den Tag legen müsse. Verbessern muss sich auch das Abwehrverhalten, denn der FCA hat die zweitmeisten Gegentore hinnehmen müssen. „Oftmals ist es eine Verkettung unglücklicher Umstände, die zu den Gegentoren führt. Es gibt nicht die eine Schwäche, an der man alles festmachen kann“, hat Pietro Berrafato festgestellt. Der 29 Jahre alte Leistungsträger der Arminia spielt seit 2010 für die Rheingönheimer und hat einen hohen Stellenwert. Seit der Winterpause ist er wieder Kapitän. „Pietro hat eine Vorbildfunktion für andere, er ist präsent und ein ungemein wertvoller Spieler“, erklärt Hettrich. Die Wertschätzung im Verein ist enorm. Das zeigt sich daran, dass der FCA unbedingt mit dem in der Abwehrzentrale gesetzten Berrafato verlängern will. „Es sieht gut aus“, sagt der Innenverteidiger. Kleine Einschränkung: Der Bezirksleiter, der in der Versicherungsbranche arbeitet, wird im August erstmals Vater. Berrafato, der für den FCA 134 Oberligaspiele bestritten hat, stellt grundsätzliche Überlegungen an, ob er unterklassig weiterspielt oder ein weiteres Jahr Oberliga dranhängt. Wenn das Gesamtpaket stimmt, dürfte der Abwehrspieler letztlich bei der Arminia bleiben. Auch beim Thema Kapitän, den der Trainer bestimmt hat, hat sich eine Lösung finden lassen. „Als ich dieses Amt zum ersten Mal bekleidet habe, waren die Aufgaben zu vielfältig und eine Belastung. Da musste der Spielführer sogar die Weihnachtsfeier planen. Jetzt werden die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt“, erklärt Berrafato. Seine Helfer gehören dem Mannschaftsrat an, den Hettrich ins Leben gerufen hat. (thl)