Ludwigshafen
Luitpoldhafen: Museumsbau nimmt Form an
Nein, einen konkreten Bauablaufplan hatte auch Sascha Lautenschläger aus dem Bereich Umwelt dem Ortsbeirat nicht mitgebracht. „Es hängt noch alles am Hochbau“, erklärte er. Der scheidende Hafenchef Franz Reindl hatte Anfang Juli immerhin einen Baubeginn „in den nächsten zwei Monaten“ angekündigt. Spätestens 2026 sollen Stadtarchiv und das Stadtmuseum in der Halle dann unter einem gemeinsamen Dach die Geschichte der Stadt repräsentieren. Und nach dem Abschluss von Innensanierung und archiv-, sowie museumsgerechtem Umbau soll sich auch das Vorfeld an der Rheinallee verändern, so Lautenschläger.
Die Pläne begeistern
Der Ortsbeirat zeigte sich von den vorgestellten Plänen begeistert: „Wir bekommen im Vorfeld es Gebäudes mehr Grün, Fuß- und Radweg erhalten eine vernünftige Breite und wir erhalten mehr Parkplätze – das ist eine Kombination aus allem, was wir hier im Stadtteil brauchen“, frohlockte Ortsvorsteher Christoph Heller (CDU) nach der Präsentation. Tatsächlich müsse der Bereich im Vorfeld des künftigen „Haus der Stadtgeschichte“ massiv umgestaltet werden, so Lautenschläger.
Demnach wird das vorhandene Kopfsteinpflaster und die längst nicht mehr benötigten Schienen aus dem künftigen Eingangsbereich der ehemaligen Lagerhalle entfernt. „Der Zugang wird barrierefrei gestaltet. Da wird einiges rausfliegen“, kündigte der Fachmann an. Außerdem werde damit auch ein Problem gelöst, „denn eigentlich ist der Längsparkstreifen entlang der Rheinallee zu schmal.“ Eine Eigenschaft, die er mit der nur einen Meter breiten Radspur daneben teilt. Die Lösung: „Die elf Längsparkplätze entfallen.“ Dafür wird der Radstreifen ab der Rheinuferbebauung auf die erforderlichen 1,50 Meter erweitert und um einen Gehwegbereich ergänzt.
Doch auch für die Autofahrer gibt es gute Nachrichten, denn in Fahrtrichtung Innenstadt soll auf dem bisherigen Brachgelände ein Parkplatz mit 40 Abstellplätzen entstehen. Nachrichten, die durch die Bank bei allen Ortsbeiratsmitgliedern gut ankamen.
Beifall für die Aufteilung
„Wir sind über jeden Quadratzentimeter zusätzlicher Grünfläche dankbar“, erklärte Jens Brückner für die Freien Wähler. Immerhin soll das Vorfeld des künftigen Haus der Stadtgeschichte noch begrünt werden. Margot Steeger (SPD) glaubte gar an ein Wunder: „Normalerweise fallen hier immer nur Parkplätze weg. Hier bekommen wir 29 zusätzliche Stellplätze.“
Nur Andreas Massion (CDU) bremste die Euphorie ein wenig: „Das lädt die Eltern der Kita gegenüber förmlich zum Dauerparken ein.“ Ortsvorsteher Heller beruhigte: „Die bringen die Kinder und holen sie nachmittags ab. Dazwischen fahren sie weiter.“ So konnte auch die CDU der vorgestellten Planung zustimmen.