Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Ludwigshafen: Wie Gastronom Simo Jokic mit der Corona-Krise lebt

Simo Jokic hofft auf ein baldiges Ende der Zwangspause.
Simo Jokic hofft auf ein baldiges Ende der Zwangspause.

Simo Jokic hätte sich einen besseren Start als Gastronom des BASF-Tennisclubs gewünscht. Genau zwei Monate, nachdem der 26-Jährige das Restaurant Clubhaus übernommen hatte, bedeutete die Sperrung der Sportanlage auch die Zwangspause für den neuen Pächter.

Am 15. Januar endete die gastronomische Winterpause im Clubhaus von Ludwigshafens größtem Tennisclub. „Es hat sich wirklich hervorragend angelassen“, so der gebürtige Friesenheimer, der sich an der Weiherstraße nicht lange einleben musste. Jokic war unter seinem Vorgänger Hennes Reiß im Vorjahr Restaurantleiter und kennt die Bedürfnisse der BASF-Tennisspieler und ihrer Gäste. Zuvor war er im Unternehmen von Reiß Serviceleiter in Schwetzingen und kam im Vorjahr aus dem Café Journal in Mannheim nach Ludwigshafen.

Seine „Mittagspause“ von 11 bis 14 Uhr mit kleinen, unkomplizierten Gerichten und vor allem schneller Küche habe sich unter den Werksangehörigen schon herumgesprochen und sei gut angenommen worden, berichtet er. Sein überarbeitetes Gastronomiekonzept mit einer Rückkehr zu bodenständiger Verpflegung „ohne viel Chi-Chi“ sei gut angenommen worden. „Januar und Februar liefen wirklich gut, und auch der März hat nicht schlecht begonnen. Aber jetzt sind mir gleich zwei Standbeine weggebrochen“, bedauert er, denn neben dem fehlenden Mittagsbetrieb („Viele Werksangehörige, die ihre Mittagspause bei mir verbracht haben, sind im Homeoffice“) fehlen nun auch noch die Tennisspieler in den Nachmittags- und Abendstunden. Grund genug, nach dem „Blitzstart“ die drei Festangestellten und auch die Aushilfskräfte sofort wieder in den Stand-by-Modus zurückzuschalten.

Verein legt Pacht auf Eis

Das sieht Jokic noch einigermaßen entspannt. „Der Verein hat wirklich hervorragend reagiert und auch meine Pacht auf Eis gelegt.“ Ein Vorteil, den nicht viele Pächter von Vereinsgaststätten für sich beanspruchen können. „Jetzt versuche ich erst einmal, mit meinen Mitarbeitern über den April zu kommen, dann muss ich weitersehen.“ Er hofft dabei auf die angekündigte Unterstützung der Bundesregierung durch großzügige Regelungen von Kurzarbeitergeld und auch Überbrückungskrediten. „Aber das muss wohl alles erst einmal durch die Behörden gehen.“

Er bleibt trotzdem optimistisch und hofft darauf, dass die Zwangspause nicht allzu lange andauert, damit er noch im Frühjahr und Frühsommer Vollgas geben kann. „Ich traue mir das auf alle Fälle zu.“

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