Ludwigshafen
Ludwigshafen: Vokalissimo und Christoph Utz an der Orgel bieten besinnliche Stunde
Die Kirche Herz Jesu in der Mundenheimer Straße öffnet immer mal wieder ihre Türen für eine Vesper in einer etwas anderen Form – für das musikalische Abendlob: Unter dem Titel „Lux Aeterna“ luden Musik und Liturgie diesmal zur Besinnung ein.
Das musikalische Abendlob, das es mehrmals im Jahr gibt, bezieht sich thematisch auf das Kirchenjahr. So kreiste die Musik im Umfeld der Toten-Gedenktage Allerheiligen und Allerseelen um die Themen Tod, Abschied, Trauer, Ruhe, Licht und Hoffnung. Kirchenmusiker Markus Braun hatte dazu als zentralen Bestandteil das Requiem in d Opus 194 von Josef Gabriel Rheinberger ausgewählt. Das Werk, das die ewige Ruhe und das ewige Licht zum Inhalt hat, habe ihn auch bewogen, vom ursprünglichen Titel „Lichtfeier“ abzuweichen und das musikalische Abendlob entsprechend unter den Titel „Lux Aeterna“ – das ewige Licht – zu stellen. Dies stellte daher auch das Leitmotiv dar und zog sich wie ein roter Faden durch das Programm, das von Vokalissimo Ludwigshafen und von Christoph Utz an der Orgel gestaltet wurde.
Symbole der Hoffnung
Zum Auftakt präsentierte das Ensemble, das mit fünf Frauen und zwei Männern besetzt war, „Lux aeterna“ von Morten Lauridsen als gelungene Einstimmung. Das geistliche Werk des US-amerikanischen Komponisten führte das Thema des ewigen Lichts und der ewigen Ruhe als Symbole der Hoffnung ein. Bei der Begrüßung lud Diakon Hubert Münchmeyer die Besucher ein, sich auf die besinnliche Stunde einzulassen und sie zu nutzen, um zur Ruhe zu kommen und der Verstorbenen zu gedenken. Es biete sich die Gelegenheit, „an die zu denken, die nicht mehr bei uns sind und an unsere eigene Situation und was uns bewegt“. Gleichzeitig dankte er dem Kirchenmusiker, dem Organisten und den Sängern, „dass es möglich ist, diese Stunde zu erleben“.
Als Lobgesang hatte Markus Braun den Hymnus „Jerusalem, du hochgebaute Stadt“ von Max Reger ausgewählt. Das Werk vom himmlischen Jerusalem beschrieb die Hoffnung der Christen auf das ewige Leben. Dies wurde auch von den Psalmen „De profundis“ von Kurt Bikkembergs und „Justorum animae“ von Charles Villiers Stanford aufgegriffen, die bekräftigten: „Der Gerechten Seele ist in Gottes Hand.“ Um „lebendige Hoffnung“ ging es ebenfalls in der Lesung von Dekan Münchmeyer aus einem Brief von Petrus an die Gemeinden in der Diaspora.
Die Besucher waren eingeladen, in das musikalische Abendlob mit Liedern aus dem „Gotteslob“ einzustimmen. Die Fürbitten galten denen, die ihr Leben für die Freiheit der Völker und für die Würde des Menschen hingegeben hatten ebenso wie denen, die Opfer von Gewalt und Verbrechen wurden oder einen plötzlichen Tod fanden – „dass Gott sie aufnehme in sein Reich, wo es keine Schmerzen und Trauer gibt“. Nach dem Segen klang die Vesperstunde mit einem gregorianischen Choral und einem Orgelstück aus. Die Besucher bedankten sich mit herzlichem Applaus für die beeindruckende musikalische Darbietung.
Das musikalische Abendlob gibt es seit Februar und komme bei den Kirchgängern gut an wie auch diesmal, freute sich Diakon Münchmeyer. Diese „freie Form der Vesper“ biete die Möglichkeit, auch eher weniger bekannte Kirchenmusik einzubeziehen, berichtete Markus Braun, der das Konzept des musikalischen Programms verantwortet und die Stücke nach thematischen Schwerpunkten auswählt. Das musikalische Abendlob biete viel Freiheit und sei spannend, was auch die Besucherresonanz zeige.
Termine
Das nächste musikalische Abendlob findet am Sonntag, 1. Dezember, um 17 Uhr in der Kirche Herz Jesu unter dem Titel „Advent Carol Service“ mit internationaler Chormusik zum Advent statt. Im neuen Jahr steht am 2. Februar, 17 Uhr, ebenfalls in Herz Jesu das musikalische Abendlob unter dem Titel „Er wird die Augen seiner Diener erleuchten“ mit gregorianischen Gesängen und zeitgenössischer Chormusik für Männerstimmen auf dem Programm.