Ludwigshafen Ludwigshafen: Streit um Oppauer Kerweplatz dreht sich weiter
„Das ist ganz, ganz schlechter Stil. So geht man nicht miteinander um.“ Mit diesen Worten kritisiert Roman Bertram, CDU-Sprecher im Ortsbeirat Oppau, die Vorgehensweise von Ortsvorsteher Udo Scheumann (SPD) in der Diskussion um eine Verlagerung des Kerweplatzes. „Der Ortsvorsteher hat gegenüber der Arbeitsgemeinschaft der Vereine – Arge – und dem Ortsbeirat den Eindruck erweckt, die Verlagerung und die Absprache mit der BASF sei grundsätzlich in trockenen Tüchern. Offensichtlich ist dies nicht der Fall“, sagt Bertram infolge des RHEINPFALZ-Berichts vom Donnerstag. Er fordert: „Wir müssen ohne Hektik noch einmal von vorne anfangen und an einer für alle Beteiligten tragfähigen Lösung arbeiten.“ Nicht nachvollziehbar ist für ihn, warum der Ortsvorsteher den Vereinsvertretern in den Gremien der Arge das Projekt als endgültig und quasi alternativlos dargestellt habe, sodass die Vereine einstimmig die neuerliche Verlagerung des Kerweplatzes gebilligt hätten. Auch im Ortsbeirat habe Scheuermann die Sache als ausgemacht dargestellt. „Jetzt sind alle Beteiligten vor den Kopf gestoßen“, bilanziert Bertram. Sein Vorschlag: „In einem offenen und transparenten Prozess sollten nun sämtliche Möglichkeiten ausgelotet werden. Unser Ziel muss es sein, alle Interessen unter einen Hut zu bringen: Die Erweiterung und den Erhalt des Lidl-Markts einerseits sowie eine gesicherte Zukunft für die Oppauer Kerwe andererseits, wo immer auf lange Sicht der Kerweplatz dann auch sein mag. Dies sind wir den Vereinen und den Menschen in Oppau schuldig“, so Bertrams Fazit.