Ludwigshafen Ludwigshafen: Plädoyer der Linkspartei für Sozialquote im Wohnungsbau
Die Ludwigshafener Linkspartei begrüßt die „Pro-Sozialquote-Stimmen“, die seit der jüngsten Stadtentwicklungssitzung am 20. Juni „vor allem aus der SPD immer häufiger in der RHEINPFALZ zu vernehmen sind“, erklärt der Linken-Fraktionschef im Stadtrat, Liborio Ciccarello. Er begründet seine Position nicht nur mit dem Argument des erhöhten Bedarfs an bezahlbaren Wohnungen, sondern auch „bildungssoziologisch“: „Wir wissen, dass der Bildungsabschluss auch davon abhängt, wo jemand wohnt. Folglich werben manche Bildungssoziologen für eine Durchmischung auf dem Wohnungsmarkt, um die Bildungschancen benachteiligter Schüler zu verbessern.“ Zur CDU, die gegen eine pauschale Sozialquote ist, sagt er: „Gerade deswegen muss in Ludwigshafen die Sozialquote her“. Seit der Mannheimer Gemeinderat Anfang Mai mit hauchdünner Mehrheit eine verbindliche Sozialquote beschlossen hat, wird – wie mehrfach berichtet – auch in Ludwigshafen darüber diskutiert. Wie die Union lehnt auch die FDP eine Quote ab. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) kann sich hingegen gut vorstellen, dass eine Quote für bestimmte Quartiere oder Stadtteile sinnvoll ist.