Ludwigshafen Ludwigshafen: Linkspartei plädiert weiter für Sozialquote im Wohnungsbau

Sanierte GAG-Zentrale in Süd: Die Linke kritisiert das zaghafte Vorgehen von GAG-Vorstand Wolfgang van Vliet. Archivfoto: mix
Sanierte GAG-Zentrale in Süd: Die Linke kritisiert das zaghafte Vorgehen von GAG-Vorstand Wolfgang van Vliet. Archivfoto: mix

Für die Ludwigshafener Linkspartei ist Wolfgang van Vliets Bekenntnis zur Sozialquote im Wohnungsbau nur ein Lippenbekenntnis. Stadtratsfraktionschef Liborio Ciccarello bezieht sich auf die Aussagen des 60-jährigen Sozialdemokraten im RHEINPFALZ-Interview am Montag. Der Chef der Wohnungsbaugesellschaft GAG sagte zu der politisch umstrittenen Sozialquote, dass er damit „hervorragend leben“ könne. Das anerkennt zwar Ciccarello. Für ihn ist van Vliets Fürsprache aber zu zaghaft. „Die Sozialquote als bloßes Instrument für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums zu betrachten, lässt auf Unkenntnis bezüglich ihrer Schlagkraft schließen. Die Sozialquote dient auch der sozialen Durchmischung unserer Stadtgesellschaft.“

„Meinung der Mitbürger berücksichtigen“



Ciccarello bemängelt auch, dass Van Vliet zwar anregt, bei der Sozialquote-Einführung die Wohnungsunternehmen ins Boot zu holen, aber mit keinem Wort die Ludwigshafener erwähnt. Ciccarello: „Im Zusammenhang mit der Sozialquote-Einführung wäre es sehr ratsam, wenn man die Meinung der Mitbürger nicht nur einholen, sondern auch berücksichtigen würde. Denn man weiß, dass überall dort, wo Bürger über ihre Belange entscheiden, gute Entscheidungen getroffen werden.“ Die CDU, die gegen eine Sozialquote ist, ermuntert Ciccarello, ihre Position zu überdenken.

x